Uni-Zahnmediziner heimsen Preise bei Tagung ein

Bei der diesjährigen Tagung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie vergangene Wochenende sind Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner der halleschen Universitätsmedizin mit Preisen für ihre wissenschaftliche Arbeit ausgezeichnet worden.

PD Dr. Susanne Schulz und apl. Prof. Dr. Stefan Reichert wurden mit einer Forschungsförderung in Höhe von 10.000 Euro geehrt.

So erhielt die Forschergruppe von apl. Prof. Dr. Stefan Reichert und PD Dr. Susanne Schulz der Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie der Universitätsmedizin Halle (Saale) eine Forschungsförderung in Höhe von 10.000 Euro von der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGP) in Kooperation mit der Firma CP GABA. Das Thema des Projektes der Forschergruppe lautet „Parodontitis und Rheumatoide Arthritis: Das orale Mikrobiom als mögliches Bindeglied zwischen beiden entzündlichen Erkrankungen“.

Ein weiterer Preis ging an Dr. Linda Seitter für ihre Dissertation „Polymorphismen im Gen der nicht-codierenden RNA ANRIL als parodontale und kardiovaskuläre Risikomarker (Longitudinale Kohortenstudie)“ von der Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie den mit 1.500 Euro dotierten Dissertationspreis der Deutschen Gesellchaft für Parodontologie. Sie hat in Halle diese Dissertation angefertigt und ist hier promoviert worden und arbeitet nun als Zahnärztin in Baden-Württemberg.

Polnische Famulantinnen verbringen einen Monat an der halleschen Universitätsmedizin

Die deutsch-polnische Partnerschaft zwischen der Universitätsmedizin Halle (Saale) und der Medizinischen Universität „Karol Marcinkowski“ in Poznań (Polen) wird auch 2019 mit Leben gefüllt. Seit nunmehr 14 Jahren verbringen Famulanten aus Polen einen Monat in Halle und bekommen Einblicke in den Klinikalltag am Universitätsklinikum. Die Famulatur ist als Pflichtpraktikum Teil des Studiums und kann auch im Ausland absolviert werden.

(v.l.n.r.): Prof. Dr. Stefan Plontke, Barbara Brzezinska, Dr. Tomasz Banisch, Katarzyna Przytarska, Oberarzt Dr. Christoph Schäfer, Agnieszka Rózanska, Oberarzt Dr. Burkhard Kreft, Joana Karolewska und Prof. Dr. Albert Krause

Mittlerweile haben die diesjährigen Famulanten, diesmal alles Frauen, bereits die Hälfte ihrer Famulatur in Halle absolviert. Bis Ende September durchlaufen die Medizinstudentinnen verschiedene Stationen. Dafür wurden auch persönliche Wünsche hinsichtlich der Schwerpunkte berücksichtigt. So erhält Barbara Brzezinska beispielsweise in der Klinik für Innere Medizin II (KIM II) und in der Kinderkardiologie Einblicke in die Praxis, Joanna Karolewska wird in der Klinik für Viszerale, Gefäß- und Endokrine Chirurgie (VGEC) und in der Klinik für Innere Medizin I (KIM I) eingesetzt, Agnieszka Rózanska in der Klinik für Dermatologie und der Klinik für Innere Medizin III (KIM III) und Katarzyna Przytarska in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) und in der Klinik für Innere Medizin II. Bereits absolviert haben alle vier schon ihren zwei-wöchigen Deutschkurs, der ebenfalls immer Bestandteil der Famulatur ist. Continue reading

„EACME collaboration prize“ an Institut für Geschichte und Ethik der Medizin Halle und internationale Partner verliehen

Das Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (IGEM) hat gemeinsam mit drei weiteren Instituten der Bio- und Medizinethik den „EACME collaborative Prize 2019“ erhalten. Die EACME ist die European Association of Centres of Medical Ethics, Europäische Gesellschaft für medizinethische Forschungszentren, die 1985 gegründet wurde.

Die Verleihung erfolgte auf der Jahrestagung der Gesellschaft. Ausgezeichnet wurde eine  geplante Europäische Summerschool zum Thema „Empirical Bioethics“, die von Dr. Michael Dunn (University of Oxford), Dr. Jon Ives (University of Bristol) und Prof. Bert Molewijk (Amsterdam University Medical Center) sowie Prof. Jan Schildmann aus Halle initiiert wurde.

„Bislang gibt es hier wenige Fortbildungsmöglichkeiten.“

„Die Summerschool richtet sich an Forscher, die empirische Methoden und ethische Analysen im interdisziplinären Feld der Medizinethik verwenden. Bislang gibt es hier wenige Fortbildungsmöglichkeiten“, sagt Schildmann, Direktor des IGEM. Die Summerschool baue auf Vorarbeiten der Preisträger zu Standards für empirisch-ethische Forschung auf, die von einer internationalen Arbeitsgruppe vergangenes Jahr veröffentlicht wurden, so Schildmann weiter. In Halle werde im November 2019 ein deutschsprachiger Workshop zum Thema mit einem Dutzend Wissenschaftlern aus ganz Deutschland zum Thema „empirisch Forschen in der Medizinethik“ stattfinden.

Zehn Jahre Partnerschaft: Summerschool mit Forschenden aus Halle hat in Äthiopien stattgefunden

Vor zehn Jahren ist der Universitäts- und Kooperationsvertrag zwischen der Universität Addis Ababa in Äthiopien und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unterzeichnet worden. So gibt es beispielsweise eine lebendige Zusammenarbeit im Bereich Onkologie und chronische Erkrankungen zwischen den Medizinischen Fakultäten.

Gerade erst war eine zehnköpfige Delegation des Institut für Klinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik (IMEBI) der Medizinischen Fakultät Halle für eine Woche in Äthiopien, um eine Summerschool mit einer Konferenz mit 91 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Wissenschaft, Regierung und Nicht-Regierungsorganisationen zu eröffnen. „Hierbei ging es vor allem darum, die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Krebs, Bluthochdruck, Diabetes und chronischen Lungenerkrankungen zu diskutieren“, sagt Dr. Eva Kantelhardt, die seit Jahren maßgeblich an der Kooperation mitwirkt und auch an Forschungsprojekten zur Gesundheitsversorgung, besonders zu Brustkrebs oder Gebärmutterhalskrebs, in Äthiopien beteiligt ist.

Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Konferenz in Addis Abeba waren auch zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IMEBI der Medizinischen Fakultät der Universität Halle.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), Klinikpartnerschaften und die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung haben diese Projekte mit insgesamt rund einer Million Euro in den vergangenen Jahren erheblich gefördert. So konnten mehr als 3000 Frauen auf dem Land an Krebsvorsorge teilnehmen, 140 Frauen mit Brustkrebs erhielten Therapie und viele Kolleginnen und Kollegen wurden fortgebildet. Mittlerweile haben 25 medizinische Doktoranden aus Deutschland, acht äthiopische Doktoranden sowie mehr als 15 Master-Studierende erhobene Daten ausgewertet und publiziert.

„Wir haben viel erreicht und zunehmend mehr Ideen und Möglichkeiten in diesem Bereich als internationales Team zusammen zu arbeiten“, so Kantelhardt.