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… auf dem Wissenschaftsblog der Universitätsmedizin Halle (Saale)!

Hier finden Sie in loser Folge aktuelle Berichte aus den Bereichen Forschung und Lehre der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dazu zählen Interviews, Porträts, Reportagen, aber auch Preisverleihungen und Veranstaltungshinweise.

Der Wissenschaftskalender weist auf Veranstaltungen (in Halle, aber auch außerhalb) primär für Wissenschaftler, medizinische und naturwissenschaftliche Kolleginnen und Kollegen und Studierende hin und kann exportiert werden, beispielsweise in den Outlook- oder Google-Kalender, aber auch iCal von Apple sowie andere Apps. Er kann somit in den eigenen Kalender integriert werden.Für öffentliche Patientenvorlesungen oder Führungen der Universitätsmedizin Halle (Saale) konsultieren Sie bitte diesen Veranstaltungskalender.

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Der Blog ist eine Ergänzung zur Internetpräsenz der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums Halle (Saale):
www.medizin.uni-halle.de
www.uk-halle.de

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Mit 10.000 Euro dotierter Projektpreis der Medizin-Fachschaft geht an Projekt gegen Lernstress

Die Studierenden der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg haben entschieden: Ihr mit 10.000 Euro dotierter Projektpreis geht dieses Mal an das Institut für Medizinische Soziologie. Die Wissenschaftler Olaf Martin und Julia Roick wollen ein Coaching für Medizinstudierende entwickeln, das je nach Bedarf geeignete Lernstrategien, Zeitmanagement, Umgang mit Prüfungsangst oder auch Stressbewältigungsstrategien aufgreift. „Mit der Hilfe zur effizienteren Selbstorganisation soll Lernstress besser bewältigt werden können und so insgesamt die Studierfähigkeit verbessert werden. Wir freuen uns, die Lehre an der Medizinischen Fakultät studentenorientiert weiterzuentwickeln“, so Martin.

v.l.n.r.: Fachscahftsvertreter Timo Längrich, Institutsdirektor Prof. Matthias Richter und die beiden Preisträger Olaf Martin und Julia Roick

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Medizin-Fachschaftsrat organisiert gutbesuchten Workshoptag

Die Vorteile guter interprofessioneller Arbeit liegen auf der Hand. Um diese den Studierenden der Zahnmedizin, Humanmedizin und Gesundheits- und Pflegewissenschaften nahezubringen, hat die gemeinsame Fachschaftsvertretung der Studierenden der Medizinischen Fakultät der Uni Halle bereits zum dritten Mal einen Workshoptag angeboten.

Dazu gehörten Sonografie-Kurse, Nahtkurse, das Üben der Blutabnahme, aber auch Kurse zur richtigen Literaturrecherche, dem wissenschaftlichen Arbeiten oder dem Arbeiten im interdisziplinären Team – alle dank ehrenamtlichen Engagements der jeweiligen Workshopleiterinnen und – leiter. „Das Angebot ist insbesondere von unseren Studierenden der Evidenzbasierten Pflege und der Humanmedizin sowie denen der Pharmazie angenommen worden. Letztere waren unter anderem eingeladen, weil drei Vertreterinnen und Vertreter aus dem dortigen Fachschaftsrat selbst einen Workshop leiteten, nämlich zu Arzneimittelformen. Außerdem konnten wir der Fachschaftsvertretung aus Leipzig unser Konzept zeigen“, sagt Fachschaftsrat-Mitglied Sebastian Hauschild. 100 Studierende hätten sich insgesamt für die Workshops angemeldet. Alle Veranstaltungen seien nahezu gleich nachgefragt gewesen. Die, bei denen platzbedingt oder von vornherein eine höhere Nachfrage erwartet worden sei, seien direkt doppelt angeboten worden.

Nach den Workshops bot sich den Studierenden zudem noch ein „meet the expert“ an. Darin standen der Dekan der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Prof. Dr. Michael Gekle, und der Direktor des Departments für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Prof. Dr. Hans-Günter Schaller, den Studierenden lange Rede und Antwort.

„Das Feedback, das wir bekommen haben, war tatsächlich durchweg positiv, die Teilnehmenden honorierten unsere Mühen sehr“, so Hauschild. Zukünftig sei geplant,  die Kooperation zwischen den Fachschaftsräten weiter auszubauen und diese in den Workshoptag einzubeziehen.

Förderkreis der Freunde der Augenklinik verleiht Kunstpreis „Wieder Sehen“

Den Kunstpreis gewann Fern Liberty Campell Kallenbach (M.)

Seit diesem Jahr gibt es einen halleschen Kunstpreis mehr. Der Förderkreis der Freunde der Augenklinik des Universitätsklinikums lobte für Graphik/Druck/Design den mit 3500 Euro dotierten Kunstpreis zum Thema „Wieder Sehen“ aus.

Die Preisträgerin Fern Liberty Kallenbach Campell stellte anlässlich des Halleschen Hornhautsymposiums ihren Wiedersehens-Kilt vor. Die Kunststudentin der BURG setzte sich in einem stofflichen Design mit dem Wiederbegegnen und Erkennen geliebter Menschen auseinander. In einem Textil- und Seide-Design wird das Kunstwerk vom Förderkreis als Dauerleihgabe an die Klinik für Augenheilkunde übergeben.

Der Preis wurde von Prof. Dr. Thomas Hammer, Vorsitzender des Förderkreises, und Prof. Dr. Arne Viestenz, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde des UKH übergeben.

Symposium anlässlich des 20. Jubiläums der Mitteldeutschen Corneabank Halle

Ohne gesunde Hornhaut könne auch die beste Netzhaut kein Bild generieren, sagte der Dekan der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Prof. Dr. Michael Gekle, in seinem Grußwort anlässlich des Halleschen Hornhautsymposiums in der Aula des Löwengebäudes der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Viele Patientinnen und Patienten, die von einer gespendeten Hornhaut profitieren, Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Stiftung Organspende sowie der Universitätsmedizin Halle (Saale), von der Bundeszentrale für Patientenaufklärung und von den Landesbehörden Sachsen-Anhalts waren der Einladung gefolgt. I

Gekle betonte den genossenschaftlichen Aspekt der „Gewebebank“, denn sie agiere nicht profitorientiert. In die Bank werden zwei Hornhäute eines Spenders gegeben. Diese werden kultiviert und die Pumpzellen der Hornhaut gepflegt und ernährt – bis sie zur Transplantation freigegeben wird. Dann heben zwei Empfänger je eine Hornhaut von der „Bank“ ab. Im November 2018 wurde dank der Mitteldeutschen Corneabank Halle (MCH) die 4000. Hornhaut am UKH transplantiert und hat Patientinnen und Patienten ihre Sehkraft wiedergegeben. In den vergangenen 20 Jahren wurden fast 10.000 Hornhäute in der Hornhautbank am Universitätsklinikum Halle (Saale) kultiviert. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Tagung

Mit Rauch und Riten verabschiedet: Sterbliche Überreste indigener Australier kehren in ihre Heimat zurück

Der formelle Akt hat nur wenige Minuten gedauert: Zwei Unterschriften auf zwei Dokumenten und die sterblichen Überreste von fünf indigenen Australiern gingen aus den Meckelschen Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in Verantwortung von Australien über. Doch die Zeremonie in der Australischen Botschaft in Berlin war sehr viel mehr, vor allem an Mitmenschlichkeit: Die Bereitschaft, Verantwortung für Menschen zu übernehmen, denen in der Vergangenheit viel Unrecht geschehen ist und die als „wissenschaftliche Objekte“ in diversen Sammlungen in Deutschland aufbewahrt wurden. Aber auch die Bereitschaft, zu Versöhnung, Heilung, Gerechtigkeit und der Stärkung von Familienbanden beizutragen, in dem diese Menschen in die Obhut ihrer Nachfahren gegeben wurden und nun in ihre australische Heimat zurückkehren. Und die Bereitschaft der Australischen Regierung, die indigenen Völker dabei zu unterstützen, wie Botschafterin Lynette Wood zum Ausdruck brachte.

An der sogenannten „Repatriation Ceremony“ nahmen von der halleschen Universitätsmedizin die Direktorin des Instituts für Anatomie und Zellbiologie (IAZ), Prof. Dr. Heike Kielstein, sowie der Vorsitzende des Fördervereins der Meckelschen Sammlungen und ehemalige Direktor des IAZ, Prof. Dr. Dr. Bernd Fischer, sowie der Leiter des Referats Hochschulmedizin im sachsen-anhaltischen Wissenschaftsministerium Uwe Paul teil. Außerdem waren die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange und Vertreter von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zu Gast; das Bundesland gab sterbliche Überreste von 37 Menschen an Australien zurück. Weiterlesen

„Innovation Camp“ generiert viele neue Ideen zur Zukunft der Gesundheitsversorgung

Die Arbeit in den Arbeitsgruppen bildete den Hauptteil des Innovation Camps. (Bild: Jakob Adolphi)

„Versuchen Sie, Sektorgrenzen niederzureißen und zu überwinden“, sagte Prof. Dr. Michael Gekle in seiner Begrüßung gestern nach Staatssekretär Dr. Jürgen Udes Eröffnung des zweitägigen „Innovation Camps für Zukunftskonzepte zur Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum“ in der ehemaligen Klinik für Orthopädie auf dem Medizin-Campus Steintor.

Die rund 120 Teilnehmenden sollen sich nicht Partikularinteressen und Fachkräftekategorisierungen leiten lassen, nur dann sei es möglich, wirklich neue und innovative Ansätze zu entwickeln. Durchlässigkeit und Substitution, die Verschiebung von bisherigen Grenzen müssten berücksichtigt werden, um feststellen zu können, wo es einen tatsächlichen Mangel gebe. „Seien Sie mutig. Wenn Sie Lösungen haben, bei denen Ihnen alle auf die Schulter klopfen, dann sind sie falsch“, so der Dekan der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bewusst provokativ.

Außerdem, so Gekle, solle die Wirksamkeit der erdachten Werkzeuge, das heiße auch die Messbarkeit, mitberücksichtigt werden, gab er den Teilnehmenden aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft, darunter auch Schülerinnen und Schüler oder Vertreter von Seniorenverbänden, mit auf den Weg.

Immerhin hat sich das Innovation Camp, das sich gegen zahlreiche Bewerber als einziges in Deutschland bei der EU-Kommission durchsetzen konnte, konkrete Problemfelder vorgenommen: medizinische Grundversorgung in ländlichen Gebieten, die Digitalisierung in der Pflege, Barrierefreiheit, Fachkräfte in der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum und die Integration von internationalen Fachkräften in der Pflege. Diese seien existierende Probleme, auf die man im ländlichen Raum Sachsen-Anhalts gestoßen sei, die als Modell für ähnliche Strukturen deutschlandweit gelten können und für die es Lösungen brauche, so die Projektverantwortlichen Dr. Patrick Jahn und Dr. Karsten Schwarz. Das Innovation Camp reiht sich in das Projekt „Translationsregion für digitalisierte Gesundheitsversorgung (TDG)“ ein, das erst jüngst vom BMBF für eine Förderung bis 2025 mit acht beziehungsweise – nach erfolgreicher Zwischenevaluierung – mit 15 Millionen Euro auserkoren wurde und das auf innovative Weise Bürgerinnen und Bürger, aber auch Experten unterschiedlichster Branchen einbindet. Weiterlesen

Die Australierin Dr. Jessica Bell forscht in Halle zu Neuroblastomen und hat hier ihre Familie gegründet

Dr. Jessica Bell hat ihren Arbeitsplatz im Charles-Tanford-Proteinzentrum der Uni Halle auf dem Weinberg Campus.

Dr. Jessica Bell ist wohl das, was gemeint ist, wenn vom Idealtyp „Frau in der Wissenschaft“ die Rede ist. Sie forscht im Bereich Neuroblastom – einer Krebsart, die ausschließlich Kinder betrifft – am Institut für Molekulare Medizin der Medizinischen Fakultät Halle als Postdoc, ist Mutter von zwei Kindern und verheiratet. Also die klassische „working mom“ und so sieht sie sich selbst auch, obwohl sie weiß und auch selbst erlebt, dass es Frauen in der Wissenschaft nicht ganz so leicht haben. „Ich finde mich und mein Leben allerdings völlig normal“, sagt sie. Bei einem Mann seien wissenschaftliche Karriere, verheiratet sein und Familie haben schließlich auch völlig normal.

Deswegen ist das, was Jessica Bell mit einer Mischung aus Ehrgeiz, Neugier und Zufällen erreicht hat, aber nicht weniger spannend und von einem normalen Lebenslauf kann man sicherlich nicht sprechen – das wäre er auch bei einem Mann nicht.

Aber von vorn: Die junge Frau Ende 30 ist gebürtige Australierin. Dort, in Sydney, hat sie die Schule besucht, danach an der University of New South Wales „Advanced Life Sciences“ mit den Hauptfächern Mikrobiologie und Humangenetik studiert und einen sogenannten, für den Commonwealth speziellen „Honours“-Studiengang in Immunologie drangehängt, der direkt zur Promotion berechtigt. Weiterlesen

Medizinethik-Professor Jan Schildmann hält Antrittsvorlesung

Es ist eine akademische Tradition, die bis heute gern gepflegt wird, wenn eine Professorin oder ein Professor einen Lehrstuhl übernimmt: die feierliche Antrittsvorlesung. Dieser Tradition ist am vergangenen Freitag, dem 8. Februar 2019, auch Prof. Dr. Jan Schildmann gefolgt, der im vergangenen Jahr als Professor und Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) berufen wurde. Im vollbesetzten Historischen Hörsaal des Löwengebäudes der MLU sprach er nach der Begrüßung und einleitenden Worten des Dekans der Medizinischen Faktultät, Prof. Dr. Michael Gekle, zu seinem wissenschaftlichen Schwerpunktthema unter dem Titel „Indikation und Patientenautonomie am Lebensende. Ein Beitrag aus der Klinischen Ethik“.

Prof. Jan Schildmann hielt seine Antrittsvorlesung zum Thema „Indikation und Patientenautonomie am Lebensende. Ein Beitrag aus der Klinischen Ethik“ im Historischen Hörsaal des Löwengebäudes der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Mit Lebensende wird häufig auch ein hohes Alter assoziiert, doch auch junge oder jüngere Menschen müssen sich beispielsweise aufgrund schwerer Erkrankungen damit auseinandersetzen. Und in den meisten Fällen nicht nur sie, sondern auch ihre Angehörigen all dieser Menschen. In diesem emotionalen Spannungsfeld stecken Mediziner mittendrin, so dass sich ganz konkret die Frage ihrer Rolle zwischen Indikationsstellung, Patientenselbstbestimmung und Entscheidungsfindung stellt. Schildmann ging darauf genauso ein, wie auch darauf, dass dieser Prozess ebenfalls ein wissenschaftlich geleiteter sein sollte und empirisch und ethisch betrachtet werden muss. Das medizinisch Mögliche, das vom Patienten – oder in bestimmten Situationen, wenn es der oder die Betroffene nicht mehr kann, von den Angehörigen – gewollte Handeln der Ärzte müssen in Einklang gebracht werden. Und das ist gar nicht einfach und sehr individuell. Weiterlesen

Medizinerin Dr. Eva Kantelhardt sprach zum Weltkrebstag in Lyon über Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs ist das Forschungsfeld von Dr. Eva Kantelhardt. Die Ärztin und Wissenschaftlerin an der Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie und am Institut für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik der Universitätsmedizin Halle (Saale) hat darüber im Zusammenhang mit ihren Forschungsprojekten in Äthiopien zum Weltkrebstag im französischen Lyon gesprochen. Dort fand am vergangenen Montag eine Konferenz der International Agency for Research on Cancer (IARC) statt. Die IARC ist die Krebsorganisation der Weltgesundheitsorganisation WHO.

„Gebärmutterhalskrebs ist eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit und das Leben von Frauen, weltweit stirbt alle zwei Minuten eine Frau an Gebärmutterhalskrebs. Dieses Leiden ist inakzeptabel, zumal Gebärmutterhalskrebs weitgehend vermeidbar ist“, so Kantelhardt. Nach ihren Worten ist es notwendig, die Einführung kostenwirksamer Interventionsmaßnahmen zur Vorbeugung zu beschleunigen und die Bekämpfung in einem umfassenden Ansatz zu priorisieren, um eine Eliminierung zu erreichen. „Zu den Maßnahmen gehören die Impfung gegen das humane Papillomavirus (HPV), Screening und Behandlung präkanzeröser Läsionen und die frühzeitige Diagnose und zeitgerechte Behandlung invasiver Erkrankungen Krebs und Palliativmedizin“, so Kantelhardt.

Weitere Informationen sowie Mitschnitte des Vortrags von Dr. Eva Kantelhardt ( in englischer Sprache) sind auf den Seiten der IARC zu finden: https://videos.iarc.fr/channelcatmedia/

Evidenzbasiert und informiert entscheiden: Kurs für Ärztinnen, Ärzte und Medizinstudierende in Halle (Saale)

Von Ärztinnen und Ärzte wird erwartet, dass ihr Handeln auf den aktuellsten Erkenntnissen wissenschaftlicher Forschung beruht. Zudem möchten Patientinnen und Patienten in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Die Methoden der Evidenzbasierten Medizin (EbM) sind dafür unerlässlich, um Fragen beantworten zu können, wie: Wie finde ich die richtigen Studien? Wie erfolgt eine kritische Bewertung von Studien? Wie müssen die Informationen kommuniziert werden, damit Patientinnen und Patienten sie verstehen?

Um dafür die Kompetenzen zu erwerben, bietet das Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft (IGPW) der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in zwei Blöcken am 1. und 2. sowie 15. und 16. März 2019 den Kurs „Gemeinsam informiert entscheiden – Evidenzbasierte Entscheidungsfindung für Ärztinnen, Ärzte und Medizinstudierende“ an der Universitätsmedizin Halle (Saale) an.

Er richtet sich nicht nur an Beschäftigte und Studierende der halleschen Universitätsmedizin, sondern auch an alle anderen Interessierten dieser Zielgruppe. Der Kurs wird vom IGPW, das sich seit vielen Jahren für die Etablierung der Evidenzbasierten Medizin (EBM) engagiert, in Kooperation mit der Halle School of Health Care (HSHC) und dem „Deutschen Netzwerk für Evidenzbasierte Medizin“ (DNEbM) veranstaltet.

Der Kurs basiert auf dem 2017 veröffentlichten Curriculum des DNEbM und wurde speziell auf die Zielgruppe der Ärztinnen und Ärzte beziehungsweise Medizinstudierenden zugeschnitten. Der Kurs umfasst insgesamt sechs Module, die sich zum Beispiel mit Therapiestudien, Literaturrecherche, systematischen Übersichtsarbeiten und Leitlinien oder dem „Shared Decision Making“ auseinandersetzen. Der Kurs wird zudem von vor- und nachbereitenden E-Learning-Einheiten begleitet und ist von der Ärztekammer Sachsen-Anhalt als Fortbildung mit 26 Punkten anerkannt sowie vom DNEbM zertifiziert.

Das vollständige Programm finden Sie hier. Die Anmeldung zum Kurs ist bis zum 21. Februar 2019 möglich.