Herzlich willkommen …

Hervorgehoben

… auf dem Wissenschaftsblog der Universitätsmedizin Halle (Saale)!

Hier finden Sie in loser Folge aktuelle Berichte aus den Bereichen Forschung und Lehre der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dazu zählen Interviews, Porträts, Reportagen, aber auch Preisverleihungen und Veranstaltungshinweise.

Der Wissenschaftskalender weist auf Veranstaltungen (in Halle, aber auch außerhalb) primär für Wissenschaftler, medizinische und naturwissenschaftliche Kolleginnen und Kollegen und Studierende hin und kann exportiert werden, beispielsweise in den Outlook- oder Google-Kalender, aber auch iCal von Apple sowie andere Apps. Er kann somit in den eigenen Kalender integriert werden.Für öffentliche Patientenvorlesungen oder Führungen der Universitätsmedizin Halle (Saale) konsultieren Sie bitte diesen Veranstaltungskalender.

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Der Blog ist eine Ergänzung zur Internetpräsenz der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums Halle (Saale):
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Nachwuchswissenschaftler mit Graduiertenstipendium über 8000 Euro ausgezeichnet

Der Strahlenmediziner Dr. Daniel Medenwald hat ein Graduiertenstipendium der Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung erhalten. Dieses ist mit 8000 Euro dotiert und richtet sich an Nachwuchswissenschaftler, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen, aber bereits mit herausragenden Leistungen aufwarten können.

Dr. Daniel Medenwald (r.) hat die Stipendienurkunde vom Prodekan für Nachwuchsförderung, Prof. Dr. Michael Bucher, entgegengenommen.

Dazu zählt auch Medenwald, der als Assistenzarzt an der Universitätsklinik und Poliklinik für Strahlentherapie (Direktor: Prof. Dr. Dirk Vordermark) sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik (Direktor: Prof. Dr. Rafael Mikolajczyk) der halleschen Universitätsmedizin arbeitet.

„Promoviert hat Medenwald zu einem Thema, das sehr gut zu beiden Fachrichtungen passt, nämlich zum ‚Aufschub von Krebstodesfällen an biographisch wichtigen Tagen‘. Hierbei ging er der Frage nach einem möglichen Aufschub des Todeszeitpunktes auf einen Zeitpunkt nach einem relevanten Lebensereignis bei Krebspatienten nach. Auf Grundlage aller entsprechenden Todesfälle in Deutschland zeigte sich allerdings keine Evidenz für einen solchen Effekt“, sagte Prof. Dr. Michael Bucher, Prodekan für Nachwuchsförderung an der Medizinischen Fakultät, in seiner Laudatio. Weiterlesen

Doktorinnen, Doktoren, Habilitierte und Jubiläre erhielten ihre Urkunden

Die geehrten Doktorandinnen, Doktoranden, Habilitierten und Doktorjubilare 2018

94 Doktorandinnen und Doktoranden, vier Habilitierte und sechs Doktorjubilare, die vor 50 Jahren promoviert worden sind, erhielten am Sonnabend, dem 10. November 2018, für  ihre jeweiligen (Lebens-)Leistung in einem akademischen Festakt ihre Urkunden.

Verleihung der Lutherurkunde an Zahnmediziner Dr. Volker Beschow

Die zwei besten Doktoranden, die mit summa cum laude promoviert worden sind, haben zudem von Rektor Prof. Christian Tietje die Luther-Urkunde der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erhalten.

Statt der Erxleben-Lecture gab es in diesem Jahr ausnahmsweise den „Erxleben-Talk“, weil die geplante Referentin Prof. Sabine C. Herpertz krankheitsbedingt absagen musste. Ihre Lecture wird im kommenden Jahr nachgeholt.

Der Talk widmete sich ebenfalls dem Thema Frauen in der Wissenschaft und Gleichstellung. Hier berichteten die Professorinnen und Einrichtungsleiterinnen Prof. Dr. Mascha Binder und Prof. Dr. Heike Kielstein dem Dekan, Prof. Dr. Michael Gekle, und der Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. Simone Heinemann-Meerz, in einer kleinen Diskussionsrunde, wie ihre wissenschaftliche Karriere verlaufen ist, aber auch daüber, wie sie die Gleichstellung von Frauen und Männern im medizinischen Wissenschaftsbetrieb wahrnehmen und führten dazu Beispiele aus dem Studium, aber auch aus dem Ausland an. Zum Schluss rieten sie für deren weiteren Berufsweg: Sich Mentoren zu suchen und durchaus die eigene Leistung selbstbewusster zu vertreten, um beispielsweise von Stipendien zu profitieren (Kielstein) und sich eine Nische zu suchen und etwas zu machen, das man selbst will und nicht andere für einen wollen (Binder). Sie plädierten zudem beide dafür, Strukturen insgesamt familiengerechter zu gestalten und beispielsweise auf Abendtermine möglichst zu verzichten, aber auch dafür, Frauen, die nach einer Geburt frühzeitig wieder in den Beruf zurückkehren, nicht zu stigmatisieren.

Dr. Simone Heinemann-Meerz, Prof. Dr. Heike Kielstein, Prof. Dr. Mascha Binder und Prof. Dr. Michael Gekle (v.l.n.r.) im „Erxleben-Talk“

Den Abschluss des feierlichen Rahmens bildete wie immer das Gruppenfoto der frischgeehrten Doktorinnen und Doktoren, Habilitierten und Doktorjubilare.

Auftakt der fünften Auflage der Kinoreihe „eMERgency in cinema“ mit dem Film „Kindeswohl“

Das Drama „Kindeswohl“ bildet am Mittwoch, 7. November 2018, den Auftakt für die Reihe „eMergency in cinema – Medizin, Ethik & Recht im Film“ im Wintersemester 2018/19. Start des Films ist um 19.30 Uhr im Luchs.Kino am Zoo in Halle. Die Filmreihe wird vom Interdisziplinären Wissenschaftlichen Zentrum „Medizin – Ethik – Recht“ der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem Verein „meris“ organisiert und findet nun bereits zum fünften Mal statt.

Wie immer wird auch dieser Film von Experten eingangs anmoderiert und mit einer Diskussionsrunde abgeschlossen. Als Experten werden Markus Niester und Dr. med. Daniel Clauß im Kinosaal Rede und Antwort stehen. Niester ist Direktor des Amtsgerichts Weißenfels und Familienrichter mit langjähriger Erfahrung in diesem Bereich und Vorsitzender des Bundes der Richter und Staatsanwälte in Sachsen-Anhalt; Clauß ist Kinder- und Jugendpsychiater und beschäftigt sich mit Fragen des Kindeswohls durch seine Tätigkeit im Medizinischen Kinderschutz am Universitätsklinikum Halle (Saale). Er ist Therapeut für Psychotraumatologie und traumazentrierte Psychotherapie sowie Kinderschutzmediziner.

Zum Film:
Ist das Leben des 17-jährigen leukämieerkrankten Adam mehr wert als seine Würde? Als Zeugen Jehovas verweigern sowohl er als auch seine Familie die Annahme fremden Blutes, das für sein Überleben nötig wäre. Fiona Maye, Familienrichterin am High Court of Justice in London, muss entscheiden, ob die Therapie richterlich verordnet werden soll oder nicht. Doch die taffe Karrierefrau steht nicht nur beruflich vor ihrer bisher schwierigsten Entscheidung. In ihrem Privatleben wird sie von ihrem Ehemann Jack damit konfrontiert, dass er sich nach einer Affäre sehnt.

Das bewegende Justiz- und Ehedrama „Kindeswohl“ basiert auf Ian McEwans Roman The Children Act, der auch als Drehbuchautor fungiert. Emma Thompson kann in der Figur der Familienrichterin und Ehefrau ihr schauspielerisches Können facettenreich in Szene setzen. Ob Justiz, Kirche, Agnostizismus oder Beziehungspflege – der medizinrechtliche sowie -ethische Diskurs um die Rahmenbedingungen der Entscheidungsfähigkeit von Minderjährigen bietet nur eine Möglichkeit von vielen in diesem Film, um im Anschluss der Filmausstrahlung mit den Experten ins Gespräch zu kommen.

Der Eintritt beträgt 7/erm. 5,50 Euro. Weitere Infos auf https://blogs.urz.uni-halle.de/mrecinema

Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler präsentieren ihre Projekte beim Forschungstag der Universitätsmedizin Halle (Saale)

Beim Forschungstag der Universitätsmedizin Halle (Saale) stehen einen ganzen Tag vor allem die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im Fokus. Bereits zum fünften Mal findet die Veranstaltung statt, die nun erstmals auch den bisher separat abgehaltenen Doktorandinnen- und Doktorandenkongress miteinbezieht.

Von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr werden Vorträge gehalten, wissenschaftliche Poster begutachtet und die besten darunter mit Preisen ausgezeichnet, gibt es Zeit für fachlichen Austausch und eine Keynote Lecture. Neu ist der Programmteil „Elevator Speech“, den Mitorganisator Juniorprofessor Dr. Tony Gutschner vorgeschlagen hat. Innerhalb von einer Minute, sozusagen die Länge einer Fahrstuhlfahrt, müssen die Vortragenden ihr Thema vorstellen.

So wie zum Forschungstag 2016 wird auch 2018 die Posterbegehung ein Teil des Programms sein. (Archivfoto: Fotostelle UKH)

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Abschied und Neuanfang: Baum erinnert an frühere Leiterin der Medizin-Bibliothek – neue Leiterin hat ihre Arbeit aufgenommen

Es war ein Wunsch der Fachschaft Medizin, der sicherlich nicht so gewöhnlich ist: Im Rahmen ihres traditionellen Semesterangrillens haben die Studierenden an der Medizinischen Fakultät einen Baum gepflanzt. Direkt neben der Medizin-Zweigbibliothek im Dorothea Erxleben Lernzentrum auf dem Medizin-Campus Steintor steht nun ein Rotdorn. Und das hat einen besonderen Grund: Er ist im Gedenken an die Anfang des Jahres nach schwerer Krankheit verstorbene Leiterin der medizinischen Zweigbibliotheken, Dr. Karin Stukenbrock, gepflanzt worden.

Der Rotdorn ist von den Studierenden gepflanzt worden und steht direkt neben dem Dorothea Erxleben Lernzentrum, das auch eine Zweigstelle der Medizin-Bibliothek beherbergt.

„Wir bedauern es sehr, dass Frau Stukenbrock von uns gegangen ist und wollten mit diesem Baum an der Bibliothek an sie erinnern und ein Zeichen für ihre wertvolle Arbeit an der medizinischen Fakultät setzen“, sagt die Sprecherin des Fachschaftsrates Medizin, Juliane Friedrichs. In der jahrelangen Zusammenarbeit mit Stukenbrock sei der Fachschaftsrat immer in Entscheidungen, die die Studierenden betrafen, einbezogen worden. Die wohl wichtigste Entscheidung, die der FSR mit ihr zusammen getroffen habe und die für die Studierenden jetzt zur Selbstverständlichkeit geworden sei, sei die Lizenz von „Amboss“, ein Lern- und Prüfungsprogramm für Medizinstudierende. „So können sich sowohl die Vorkliniker als auch die Kliniker auf Prüfungen vorbereiten. Weiterhin besteht daneben ja noch der Thieme-Onlinezugang, so dass Studierende zwei Lernplattformen nutzen können“, sagt Friedrichs.

Unterstützt wurde Idee der Baumpflanzung von der Stabsstelle Bauprojekte der Universitätsmedizin Halle (Saale), die, dem Wunsch der Studierenden entsprechend, einen zulässigen Standort ermittelte. Außerdem nannte sie eine Auswahl an möglichen Baumarten, aus denen die Fachschaft auswählen konnte, denn der Medizin-Campus Steintor verfügt über eine Art Bepflanzungsplan, so dass nicht alle Bäume in Frage kamen.

Unter dem Baum selbst wird bald auch noch eine kleine Plakette namentlich an die frühere Leiterin erinnern, die der Fachschaftsrat bereits in Auftrag gegeben hat.

„Das ist eine sehr schöne Geste der Studierenden“, findet Dr. Susann Özüyaman. Seit Mitte August ist die promovierte Biologin die neue Leiterin der medizinischen Zweigbibliotheken sowie Fachreferentin Medizin und löst damit Interims-Chefin Annette Mettin ab. Özüyaman war bisher Leiterin der Bibliothek Heide-Süd und Fachreferentin für Biowissenschaften, Biochemie/Biotechnologie und Pharmazie an der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt (ULB). Weiterlesen

Alltägliches Nahrungsmittelgift kann unter Umständen Nierenerkrankungen verursachen

Das Schimmelpilzgift Ochratoxin A (OTA) kommt überall vor, man kann ihm nicht entgehen. Schon allein aufgrund der normalen Ernährung kann es in geringen Mengen im Blut nachgewiesen werden. Doch wie wirkt sich das auf die Nieren aus und kann man

Preisträgerin Marie-Christin Schulz (Foto: Aey Congresse GmbH)

gegen die Auswirkungen etwas tun? Diesen Fragen geht die Promotionsstudentin Marie-Christin Schulz nach. Für ein wissenschaftliches Poster in diesem Kontext zum Thema „Crosstalk zwischen Epithelzellen und Fibroblasten moduliert die Nephrotoxizität von Ochratoxin A (OTA)“ ist sie nun mit 500 Euro von der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie ausgezeichnet worden. Das Poster von Schulz war eines von 16, die aus insgesamt 320 Postern ausgewählt wurden.

Die Ernährungswissenschaftlerin arbeitet derzeit an ihrer Promotion am Julius-Bernstein-Institut für Physiologie (JBI) der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und ist hier Teil der Arbeitsgruppe von Institutsdirektor Prof. Dr. Michael Gekle. Am JBI hatte sie auch bereits für ihre Bachelor- und ihre Masterarbeit geforscht. Weiterlesen

Interdisziplinäre hallesche Filmreihe „eMERgency in cinema“ startet in die 5. Auflage

Es ist eine Mischung aus Unterhaltung, Wissenschaft und Diskussion. Und offenbar eine, die gut ankommt. Seit ihrem Start im Oktober 2016 sind in der wissenschaftlich begleiteten Filmreihe „eMERgency in cinema“ 24 ausgewählte Spielfilme über die Kinoleinwand im halleschen Luchs.Kino am Zoo geflimmert. Im November startet nun bereits die fünfte Auflage – Zeit also, eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen und einen Ausblick zu wagen.

„Es ist spannend, einen solchen Konzipierungsprozess zu begleiten – die rauchenden Köpfe bei den Überlegungen zur Filmauswahl, die Suche nach passenden Referentinnen und Referenten, die Gestaltung der Flyer, die Öffentlichkeitsarbeit, die Budgetplanung und die Durch­führung der Evaluation – all das schweißt das eMERgency-Team zusammen und hilft, neue Ideen und Formate zu entwickeln“, erzählt Christiane Vogel, die neben Manuel Willer (beide vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin) und Theresa Rammelt (Rechtswissenschaften, meris e.V.) zum Organisationsteam gehört. Weiterlesen

Nachwuchsforschende des Instituts für Medizinischen Soziologie heimsen Preise ein

Ein Nachwuchsforschungspreis, die Prämierung einer Masterarbeit und eines wissenschaftlichen Posters sowie die Auszeichnung einer Publikation: Das ist die Bilanz zu Preisen und Auszeichnungen, die zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen und ein Nachwuchswissenschaftler des Instituts für Medizinische Soziologie der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg jüngst einheimsen konnten.

Dr. Irene Moor ist mit dem alle zwei Jahre vergebenen Nachwuchspreis der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS) auf deren gemeinsamer Jahrestagung mit der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Psychologie (DGMP) ausgezeichnet worden. Damit soll die Forschungsaktivität der Nachwuchswissenschaftlerin gewürdigt werden, die sich vor allem mit Trends und Erklärungen zu gesundheitlicher Ungleichheit beschäftigt. Dazu hatte Moor auch ihre Dissertation verfasst. Der Nachwuchspreis, für den sie unter sechs Kandidatinnen und Kandidaten ausgewählt wurde, ist mit 2.000 Euro dotiert.

Auf der gleichen Veranstaltung wurde zudem Nico Seifert für die zweitbeste Masterarbeit ausgezeichnet. In dieser hat er den Einfluss der sozialen Isolation auf die Gesundheit von Menschen ab einem Alter von 30 Jahren untersucht. Datengrundlage war das Sozioökonomische Panel aus mehreren Jahren, was wiederum 100.000 Beobachtungen beinhaltete. Er fand heraus, dass soziale Isolation zu einer schlechteren subjektiven Gesundheit führt – bei Männern und Frauen gleichermaßen. Sei man isoliert und zudem auch wirtschaftlich schwach aufgestellt, verstärke sich der Effekt sogar noch, ebenso wie mit zunehmendem Alter. Zusätzlich wurde sein wissenschaftliches Poster zu seinem Masterthema mit einem Posterpreis der DGMS gewürdigt.

Die dritte Preisträgerin im Bunde ist Laura Hoffmann, die beim Forschungs- und Innovationspreis der Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften in der Kategorie „Beste Publikation“ den dritten Platz belegt hat. Die GfR lobt diesen Preis seit 2016 gemeinsam mit dem Rehabilitationswissenschaftlichen Verbund Berlin, Brandenburg und Sachsen (BBS) und dem Forschungsverbund Rehabilitationswissenschaften Sachsen-Anhalt und Thüringen (SAT) aus. Die Publikation heißt: „Zugang zur stationären Rehabilitation bei Methamphetaminabhängigkeit – Barrieren und Optimierungspotenziale aus Expertenperspektive“ und ist 2017 im Journal Rehabilitation (DOI: 10.1055/s-0043-121492) erschienen. Hoffmann ist Doktorandin an der Uni Magdeburg (Qualitative Sozialforschung) ist und forscht am Institut für Medizinische Soziologie in Halle.

 

Erstes Treffen von Beteiligten der teilnehmenden Kliniken an der klinischen „Be-Up: Geburt aktiv“-Studie

Hebammen, Ärztinnen und Ärzte, die an der Studie „Be-Up: Geburt aktiv“ beteiligt sind, treffen sich am Mittwoch, dem 10. Oktober 2018, erstmals am Berliner Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum. Eingeladen sind Vertreterinnen und Vertreter der geburtshilflichen Teams des Universitätsklinikums Halle (Saale), des Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum Berlin, des Universitätsklinikums Jena, des Städtischen Klinikums Brandenburg, des Städtischen Klinikums Wolfsburg und des Franziskus-Hospitals Bielefeld.

„Das Studientreffen hat zum Ziel, das an der Studie beteiligte Personal zusammenzubringen, um untereinander Herausforderungen, Erfahrungen und Vorschläge bezüglich der Umsetzung auszutauschen“, sagt Dr. Gertrud M. Ayerle vom Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die die Studienleitung innehat. „In jeder Klinik sind die räumlichen Voraussetzungen, die Personalausstattung oder die Organisation der Arbeitsabläufe anders, daher ist es auch für das Studienteam wichtig, die wertvollen Erfahrungen der Beteiligten aus erster Hand kennen zu lernen und zu diskutieren, die bei den Betreuungsbesuchen durch das Studienteam nicht direkt thematisiert werden.“ Weiterlesen

Charles-Tanford-Proteinzentrum der Uni Halle startet seine Arbeit

Charles-Tanford-Proteinzentrum (Foto: Uni Halle/Maike Glöckner)

Das Charles-Tanford-Proteinzentrum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) wird am Freitag, 12. Oktober 2018, mit einem Festsymposium feierlich eröffnet. Rund 150 internationale Gäste aus der Wissenschaft werden zu der Veranstaltung erwartet. Das Proteinzentrum wurde in den vergangenen vier Jahren am Weinberg Campus in Halle gebaut. Die Kosten für das neue Gebäude betrugen rund 40 Millionen Euro, die der Bund und das Land Sachsen-Anhalt jeweils zur Hälfte übernommen haben. Aktuell forschen hier 255 Beschäftigte der MLU gemeinsam an Fragen der Proteinbiochemie.

Das Charles-Tanford-Proteinzentrum ist der neueste Forschungsbau der MLU auf dem Weinberg Campus. Es wurde von 2014 bis 2018 gebaut und hat eine Nutzfläche von rund 5.400 Quadratmetern. In dem modernen Forschungsbau arbeiten 255 Beschäftige aus 14 Arbeitsgruppen der Naturwissenschaftlichen Fakultäten I und II sowie der Medizinischen Fakultät an gemeinsamen Forschungsprojekten zu Proteinen. Bis zum Bezug des Hauses in diesem Jahr waren diese Arbeitsgruppen auf unterschiedliche Standorte verteilt. Insgesamt stehen den Forscherinnen und Forschern 125 moderne Labore und 62 Büros sowie mehrere Besprechungs- und Konferenzräume zur Verfügung.

Proteine sind wichtige Bausteine des menschlichen Körpers und steuern innerhalb von Zellen viele wichtige Prozesse, zum Beispiel die Weitergabe von Erbinformationen. An der MLU konzentriert sich die Proteinforschung auf vier Themenkomplexe: Die Erforschung von Membranproteinen, von Proteinen in der posttranskriptionellen Genregulation, von Proteinen in der Tumorentstehung und als Tumormarker sowie von Proteinmodifikationen und ihrer funktionellen Bedeutung. Die durch Grundlagenforschung gewonnenen Erkenntnisse helfen zum Beispiel in der medizinischen Diagnostik und Krebstherapie, aber auch in der Pflanzenforschung.

Benannt ist das Proteinzentrum nach dem jüdischen Wissenschaftler Charles Tanford (1921-2009), einem Pionier der Proteinforschung. Tanford wurde unter dem Namen Karl Tannenbaum in Halle geboren. Seine Familie emigrierte 1929 nach England und änderte dort ihren Familiennamen. Charles Tanford erhielt seine akademische Ausbildung in den USA und verbrachte dort sein gesamtes wissenschaftliches Leben. Er führte insbesondere grundlegende Arbeiten zur Stabilität der Proteinstruktur durch.

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter: https://proteinzentrum.uni-halle.de/openningsymposium/

Quelle: Pressemitteilung der MLU