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… auf dem Wissenschaftsblog der Universitätsmedizin Halle (Saale)!

Hier finden Sie in loser Folge aktuelle Berichte aus den Bereichen Forschung und Lehre der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dazu zählen Interviews, Porträts, Reportagen, aber auch Preisverleihungen und Veranstaltungshinweise.

Der Wissenschaftskalender weist auf Veranstaltungen (in Halle, aber auch außerhalb) primär für Wissenschaftler, medizinische und naturwissenschaftliche Kolleginnen und Kollegen und Studierende hin und kann exportiert werden, beispielsweise in den Outlook- oder Google-Kalender, aber auch iCal von Apple sowie andere Apps. Er kann somit in den eigenen Kalender integriert werden.Für öffentliche Patientenvorlesungen oder Führungen der Universitätsmedizin Halle (Saale) konsultieren Sie bitte diesen Veranstaltungskalender.

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Fahrstuhl-Reden, Postersessions und Vorträge: 6. Forschungstag der Universitätsmedizin Halle (Saale) findet am 6. Dezember statt

Am 6. Dezember wird es wieder voll im Foyer des Lehrgebäudes. Hier stellen (Nachwuchs-)Forschende der Universitätsmedizin Halle (Saale) ihre Arbeit anhand von wissenschaftlichen Postern vor. (Archivfoto)

Dem Publikum innerhalb der Länge einer Fahrstuhlfahrt das eigene wissenschaftliche Projekt erklären, ist nicht ganz einfach. Doch dieser Herausforderung werden sich 15 Menschen beim 6. Forschungstag der Universitätsmedizin Halle (Saale) stellen. Moderiert werden die sogenannten „Elevator Speeches“ (Fahrstuhl-Reden) von Junior-Professor Dr. Tony Gutschner. Allerdings nicht direkt im Fahrstuhl, dafür aber mit Stoppuhr. Mehr als 60 Sekunden werden nicht erlaubt.

Neben diesem Programmpunkt, der von 11.45 bis 12.30 Uhr stattfindet, ist der Forschungstag auch davor und danach gut gefüllt. Nach der Begrüßung der Teilnehmenden durch den Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Michael Gekle, und einer Einführung durch den Prodekan für Forschung, Prof. Dr. Patrick Michl, und den Prodekan für Nachwuchsförderung, Prof. Dr. Michael Bucher, geht es mit der ersten Vortragssession los. Innerhalb einer Stunde präsentieren fünf Rednerinnen und Redner ihre Forschung aus dem Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen & Altern. Die vorgestellten Arbeiten kommen dabei unter anderem aus den Bereichen Psychiatrie, Epidemiologie oder auch Herzchirurgie. Die Moderation dieser Session übernehmen Dr. Kai Knöpp und PD Dr. Daniel Medenwald.

Danach schließt sich die zweite Vortragssession an, die einen Onkologie-Schwerpunkt hat. Moderiert von PD Dr. Ulrich Ronellenfitsch und Dr. Thomas Weber werden ebenfalls innerhalb einer guten Stunde fünf wissenschaftliche Vorhaben präsentiert. Die Vortragenden kommen dabei unter anderem aus den Bereichen Anatomie, Pädiatrie I (Kinderonkologie) oder Molekulare Medizin.

Nach der bereits erwähnten Elevator Speech und einer Mittagspause schließen sich ab 13 Uhr die beiden Posterbegehungen an. Diese sind unterteilt – zunächst werden wissenschaftliche Poster mit ungeraden Nummern begutachtet, danach die mit geraden Nummern. Jeder Posterpräsentierende kann anhand der Abbildungen die eigene Forschung gegenüber der Jury und anderen Interessierten erläutern. Ziel ist, die besten Präsentationen und Vorträge des Forschungstages mit Preisen auszuzeichnen. Doch bevor als letzter Programmpunkt die Preisverleihung erfolgt, wird von Dr. Matt Fuszard einerseits kurz die Core Facility „Massenspektrometrie“ vorgestellt, eine technische Einrichtung im Charles-Tanford-Proteinzentrum, die sowohl von der Medizinischen Fakultät als auch der Naturwissenschaftlichen Fakultät I betrieben und genutzt wird.

Archivfoto: Posterbegehung beim Forschungstag 2018

Andererseits hält Dr. Michael Cross, Leiter des Forschungslabors der Abteilung für Hämatologie und Internistische Onkologie des Universitätsklinikums Leipzig, die Keynote Lecture zum Thema „Epigenetics, Aging and Cancer“. Diese Themen spielen nicht nur in der weltweiten Forschung eine sehr aktuelle Rolle, sondern auch in der Forschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, insbesondere der Medizinischen Fakultät und der Naturwissenschaftlichen Fakultät I. An Studierende und Forschende dieser beiden Fakultäten richtet sich der Tag vornehmlich, aber es sind ebenfalls Interessierte aus anderen Fachbereichen der (Bio-) Informatik, oder den Ernährungswissenschaften eingeladen, die Anknüpfungspunkte zu den Forschungsthemen haben oder suchen.

Insgesamt habe es 94 Anmeldungen für den Forschungstag gegeben, so der Leiter des Prodekanats Forschung, Dr. Mike Tostlebe. Hieraus habe man dann ausgewählt, welche Teilnehmenden einen Vortrag halten werden und wer die eigene wissenschaftliche Arbeit mittels Poster präsentiere, so Tostlebe weiter.

Gut besuchter Auftakt: 6. Auflage der Halleschen OP-Wochen ist gestartet

Die Frage nach denjenigen, die zum ersten Mal da sind, offenbarte zwei Dinge: Es gibt neben Studierenden und Auszubildenden, die zum ersten Mal bei den „Halleschen OP-Wochen“ dabei sind, tatsächlich auch jede Menge, die bereits in den Vorjahren die Veranstaltungen besucht haben. Die Veranstaltungsreihe, die seit dem 18. und noch bis 28. November bereits zum sechsten Mal angeboten wird, ist zu einer festen Größe geworden, bekannt und beliebt.

Völlig zurecht, denn was hier Beschäftigte von Universitätsklinikum Halle (Saale) und Medizinischer Fakultät Halle, wie Ärztinnen und Ärzte, Technik- und OP-Personal oder Beschäftigte des Dorothea Erxleben Lernzentrums, auf die Beine stellen, gibt es in dieser Form an keiner anderen deutschen Universitätsmedizin: Dass über zwei Wochen, an jeweils vier Tagen eine andere Operation live aus dem OP in den Hörsaal übertragen wird – mit Bild, Ton und direkter Interaktion. Und zwar aus den unterschiedlichsten Fachgebieten: Ob Endokrine Chirurgie, Herzchirurgie, Augenheilkunde oder auch Urologie und Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde – gezeigt werden Standardoperationen, die, wie Initiator Prof. Dr. Stefan Plontke betonte, „für die klinische Medizin begeistern“ sollen.

Den Anfang machte eine Schilddrüsenlappen-Entfernung, moderiert von Prof. Dr. Kerstin Lorenz. Wie bei allen Veranstaltungen der OP-Wochen üblich gab es zunächst eine Einführung in das Thema. Von der Historie der Schilddrüsenchirurgie ging es über die Anatomie, die diagnostischen Verfahren, die verschiedenen Operationstechniken und auch mögliche Komplikationen bei der Operation sowie Erklärungen von Anästhesist Prof. Dr. Michael Bucher über die Art und Weise der Narkose zum konkreten Fall. Eine 31 Jahre alte Patientin, die zuvor explizit der Übertragung ihrer Operation zugestimmt hatte und dazu auch extra aufgeklärt worden war.

„Man muss flexibel bleiben, gerade als Chirurg.“

Prof. Dr. Kerstin Lorenz

Und wie das so ist, wenn etwas live ist: Nicht immer klappt alles auf Anhieb. Obwohl vorher noch erfolgreich getestet, streikte die Übertragung aus dem OP in den Hörsaal. Doch, wie es Lorenz mit „man muss flexibel bleiben, gerade als Chirurg“ schlagfertig kommentierte, wurde kurzerhand auf eine Handkamera umgestellt und telefonisch der Kontakt hergestellt. Wenig später funktionierte dann auch der Ton.

Der Vermittlung des Inhaltes tat dies keinen Abbruch. Sowohl Lorenz als auch Operateur apl. Prof. Dr. Rick Schneider erklärten die jeweiligen Handgriffe und die zu sehenden anatomischen Strukturen. Selbst das akustische Signal der Nervenstimulation war zu hören. Das Besondere der OP-Wochen ist aber auch, dass die Zuschauenden Fragen stellen können, die direkt im Hörsaal oder aus dem OP heraus beantwortet werden. Theorie und Praxis werden somit im wahrsten Sinne veranschaulicht: Moderne Lehre, wie sie besser fast nicht geht.

Zweites Netzwerktreffen des internationalen Promotionsnetzwerks „Trans-Senior“ fand in Halle statt

Das Marie Skłodowska-Curie-Förderprogramm ist innerhalb der Horizon-2020-Verbundforschung der Europäischen Union angesiedelt. Über dieses wird auch „Trans-Senior“ gefördert, ein Promotionsnetzwerk unter Leitung der Universität Leuven (Belgien), an dem mit dem Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft auch die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Saale als einer von acht und einziger deutscher Partner beteiligt ist. Das Projekt wird bis 2022 insgesamt mit 3,384 Millionen Euro gefördert, der Anteil für Halle beträgt rund 505.000 Euro.

Diese Woche hat nun das zweite Treffen des Netzwerks in Halle stattgefunden, bei dem zwölf internationale Doktorandinnen und Doktoranden, Referenten einiger der Netzwerk-Unis sowie als Praxispartner der Medizinischen Fakultät Halle auch Vertreterinnen und Vertreter des sachsen-anhaltischen Landesverbandes der Volkssolidarität teilgenommen haben.

In einem umfangreichen Programm an zweieinhalb Tagen wurden unterschiedlichste Themen in Vorträgen und Übungen behandelt, wie wissenschaftliche Redlichkeit und Vermeidung von Fehlverhalten, Entwicklung von komplexen Interventionen, Einbezug von Praxispartnern in Forschung und Big data Analysen. Zur Praxiserkundung lernte die Gruppe die Praxispartnerin Volkssolidarität kennen und besuchte eine Seniorentagesstätte sowie eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz der Volkssolidarität.

Im Rahmen der Doktorarbeiten werden „innovative Lösungen in Pflege und gesundheitlicher Versorgung älterer Bürgerinnen und Bürger“ erarbeitet. Die Promotionsprojekte verfolgen dabei die Vermeidung von ungeplanten Krankenhaus- oder Pflegeheimeinweisungen im Versorgungsverlauf, aber auch die Optimierung dieser, sollten sie unvermeidlich sein, als Ziele.

Jede Uni betreut zwei Hauptdoktoranden und hat dafür weitere Unis als Partner – im Fall von Halle sind dies die Universitäten Basel, Schweiz, und Ben-Gurion Negev, Israel. Die Doktoranden erhalten dann zwei akademische Grade – einen deutschen Dr. rer. medic. und von Basel bzw. Israel einen PhD.

Vorab-Vorführung des Dokumentarfilms „Human Nature“ zur CRISPR-Methode am IPC

Das passiert am Institut für Physiologische Chemie (IPC) der Medizinischen Fakultät der Uni Halle auch nicht alle Tage: Der große Hörsaal wurde kurzerhand zum Kinosaal. Und das nicht für irgendeinen Film, sondern für den Dokumentarfilm „Human Nature“, der als Vorpremiere gezeigt wurde und bisher nur bei Film-Festivals lief. Erst ab 7. November ist der Streifen von Oscar-Preisträger Adam Bolt dann offiziell im richtigen Kino zu sehen.

Prof. Rüdiger Horstkorte hielt eine kurze Einführung im Hörsaal des IPC.

Der Film behandelt ein Thema, das auch an der Universitätsmedizin Halle (Saale) in der Forschung zunehmende Bedeutung gewonnen hat: das als „Genschere“ bekannt gewordene CRISPR/Cas9-System. Zu Wort kommen Patientinnen und Patienten, die an bisher unheilbaren genetisch-bedingten Krankheiten leiden, aber auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die für das Thema eine maßgebliche Rolle spielen – so unter anderem die Wissenschaftlerinnen Jennifer Doudna und Leibniz-Preisträgerin und Leopoldina-Mitglied Emmanuelle Charpentier, die 2012 die CRISPR/Cas9-Methode veröffentlicht haben.

Der Film zeigt eindrücklich die Entwicklung von einer seit Milliarden von Jahren bereits in der Natur vorkommenden „Genreparierung“ hin zu einer biotechnologischen, jederzeit einsetzbaren Methode. Er wirft aber auch die ethischen Fragen auf, die mit dieser „Beeinflussung der Evolution“, wie es auch Doudna im Film nennt, einhergeht. Er zeigt die Hoffnung, die CRISPR/Cas9 für Menschen bedeutet, deren Leiden bisher nur behandelbar, aber nicht heilbar ist, wie beispielsweise die Sichelzell-Anämie, weil damit prinzipiell kaputte Gene repariert werden können.

Neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern kommen in dem Dokumentarfilm auch Menschen zu Wort, die an bisher noch nicht heilbaren Krankheiten leiden. Im Bild ist der Junge David Sanchez zu sehen, der aufgrund seiner Sichelzell-Anämie regelmäßig für Bluttransfusionen ins Krankenhaus muss.

Die Studierenden der Medizinischen Fakultät und anderer Fakultäten der Uni Halle, aber auch viele Lehrkräfte nutzten die Gelegenheit, den Film schon vorab zu sehen. Möglich war das, weil der Filmverleih an die Deutsche Gesellschaft für Biochemie (GBM) herangetreten war, deren hallescher Vertreter Prof. Dr. Rüdiger Horstkorte vom IPC ist.

Im Anschluss an den Film fand eine mehr als einstündige rege Diskussion über gesundheitliche wie sozialpolitische Chancen und Risiken sowie ethische Aspekte der Genom-Editierung mittels CRISPR statt. „Dabei ist sehr sorgsam und fundiert argumentiert worden“, sagt Horstkorte erfreut, der sich zudem positiv überrascht zeigte, dass so viele der Einladung zur Filmvorführung gefolgt waren. Tenor unter den Studierenden sei gewesen, dass es zwar eine tolle Methode sei, aber durchaus viele Risiken vorhanden seien, die thematisiert werden müssen, so Horstkorte.

Mehr zum Film: https://wondercollaborative.org

Uni-Zahnmediziner heimsen Preise bei Tagung ein

Bei der diesjährigen Tagung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie vergangene Wochenende sind Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner der halleschen Universitätsmedizin mit Preisen für ihre wissenschaftliche Arbeit ausgezeichnet worden.

PD Dr. Susanne Schulz und apl. Prof. Dr. Stefan Reichert wurden mit einer Forschungsförderung in Höhe von 10.000 Euro geehrt.

So erhielt die Forschergruppe von apl. Prof. Dr. Stefan Reichert und PD Dr. Susanne Schulz der Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie der Universitätsmedizin Halle (Saale) eine Forschungsförderung in Höhe von 10.000 Euro von der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGP) in Kooperation mit der Firma CP GABA. Das Thema des Projektes der Forschergruppe lautet „Parodontitis und Rheumatoide Arthritis: Das orale Mikrobiom als mögliches Bindeglied zwischen beiden entzündlichen Erkrankungen“.

Ein weiterer Preis ging an Dr. Linda Seitter für ihre Dissertation „Polymorphismen im Gen der nicht-codierenden RNA ANRIL als parodontale und kardiovaskuläre Risikomarker (Longitudinale Kohortenstudie)“ von der Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie den mit 1.500 Euro dotierten Dissertationspreis der Deutschen Gesellchaft für Parodontologie. Sie hat in Halle diese Dissertation angefertigt und ist hier promoviert worden und arbeitet nun als Zahnärztin in Baden-Württemberg.

Polnische Famulantinnen verbringen einen Monat an der halleschen Universitätsmedizin

Die deutsch-polnische Partnerschaft zwischen der Universitätsmedizin Halle (Saale) und der Medizinischen Universität „Karol Marcinkowski“ in Poznań (Polen) wird auch 2019 mit Leben gefüllt. Seit nunmehr 14 Jahren verbringen Famulanten aus Polen einen Monat in Halle und bekommen Einblicke in den Klinikalltag am Universitätsklinikum. Die Famulatur ist als Pflichtpraktikum Teil des Studiums und kann auch im Ausland absolviert werden.

(v.l.n.r.): Prof. Dr. Stefan Plontke, Barbara Brzezinska, Dr. Tomasz Banisch, Katarzyna Przytarska, Oberarzt Dr. Christoph Schäfer, Agnieszka Rózanska, Oberarzt Dr. Burkhard Kreft, Joana Karolewska und Prof. Dr. Albert Krause

Mittlerweile haben die diesjährigen Famulanten, diesmal alles Frauen, bereits die Hälfte ihrer Famulatur in Halle absolviert. Bis Ende September durchlaufen die Medizinstudentinnen verschiedene Stationen. Dafür wurden auch persönliche Wünsche hinsichtlich der Schwerpunkte berücksichtigt. So erhält Barbara Brzezinska beispielsweise in der Klinik für Innere Medizin II (KIM II) und in der Kinderkardiologie Einblicke in die Praxis, Joanna Karolewska wird in der Klinik für Viszerale, Gefäß- und Endokrine Chirurgie (VGEC) und in der Klinik für Innere Medizin I (KIM I) eingesetzt, Agnieszka Rózanska in der Klinik für Dermatologie und der Klinik für Innere Medizin III (KIM III) und Katarzyna Przytarska in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) und in der Klinik für Innere Medizin II. Bereits absolviert haben alle vier schon ihren zwei-wöchigen Deutschkurs, der ebenfalls immer Bestandteil der Famulatur ist. Weiterlesen

„EACME collaboration prize“ an Institut für Geschichte und Ethik der Medizin Halle und internationale Partner verliehen

Das Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (IGEM) hat gemeinsam mit drei weiteren Instituten der Bio- und Medizinethik den „EACME collaborative Prize 2019“ erhalten. Die EACME ist die European Association of Centres of Medical Ethics, Europäische Gesellschaft für medizinethische Forschungszentren, die 1985 gegründet wurde.

Die Verleihung erfolgte auf der Jahrestagung der Gesellschaft. Ausgezeichnet wurde eine  geplante Europäische Summerschool zum Thema „Empirical Bioethics“, die von Dr. Michael Dunn (University of Oxford), Dr. Jon Ives (University of Bristol) und Prof. Bert Molewijk (Amsterdam University Medical Center) sowie Prof. Jan Schildmann aus Halle initiiert wurde.

„Bislang gibt es hier wenige Fortbildungsmöglichkeiten.“

„Die Summerschool richtet sich an Forscher, die empirische Methoden und ethische Analysen im interdisziplinären Feld der Medizinethik verwenden. Bislang gibt es hier wenige Fortbildungsmöglichkeiten“, sagt Schildmann, Direktor des IGEM. Die Summerschool baue auf Vorarbeiten der Preisträger zu Standards für empirisch-ethische Forschung auf, die von einer internationalen Arbeitsgruppe vergangenes Jahr veröffentlicht wurden, so Schildmann weiter. In Halle werde im November 2019 ein deutschsprachiger Workshop zum Thema mit einem Dutzend Wissenschaftlern aus ganz Deutschland zum Thema „empirisch Forschen in der Medizinethik“ stattfinden.

Zehn Jahre Partnerschaft: Summerschool mit Forschenden aus Halle hat in Äthiopien stattgefunden

Vor zehn Jahren ist der Universitäts- und Kooperationsvertrag zwischen der Universität Addis Ababa in Äthiopien und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unterzeichnet worden. So gibt es beispielsweise eine lebendige Zusammenarbeit im Bereich Onkologie und chronische Erkrankungen zwischen den Medizinischen Fakultäten.

Gerade erst war eine zehnköpfige Delegation des Institut für Klinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik (IMEBI) der Medizinischen Fakultät Halle für eine Woche in Äthiopien, um eine Summerschool mit einer Konferenz mit 91 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Wissenschaft, Regierung und Nicht-Regierungsorganisationen zu eröffnen. „Hierbei ging es vor allem darum, die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Krebs, Bluthochdruck, Diabetes und chronischen Lungenerkrankungen zu diskutieren“, sagt Dr. Eva Kantelhardt, die seit Jahren maßgeblich an der Kooperation mitwirkt und auch an Forschungsprojekten zur Gesundheitsversorgung, besonders zu Brustkrebs oder Gebärmutterhalskrebs, in Äthiopien beteiligt ist.

Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Konferenz in Addis Abeba waren auch zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IMEBI der Medizinischen Fakultät der Universität Halle.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), Klinikpartnerschaften und die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung haben diese Projekte mit insgesamt rund einer Million Euro in den vergangenen Jahren erheblich gefördert. So konnten mehr als 3000 Frauen auf dem Land an Krebsvorsorge teilnehmen, 140 Frauen mit Brustkrebs erhielten Therapie und viele Kolleginnen und Kollegen wurden fortgebildet. Mittlerweile haben 25 medizinische Doktoranden aus Deutschland, acht äthiopische Doktoranden sowie mehr als 15 Master-Studierende erhobene Daten ausgewertet und publiziert.

„Wir haben viel erreicht und zunehmend mehr Ideen und Möglichkeiten in diesem Bereich als internationales Team zusammen zu arbeiten“, so Kantelhardt.

Meckel-Preis 2019 geht an Anatomin Prof. Dr. Sabine Hildebrandt von der Harvard Medical School

Prof. Dr. Sabine Hildebrandt hat den Meckel-Preis 2019 von Prof. Dr. Bernd Fischer verliehen bekommen.

Die deutsche Anatomin Prof. Dr. Sabine Hildebrandt von der Harvard Medical School und dem Boston Children’s Hospital (USA) hat am heutigen Freitag, 28. Juni, den Meckel-Preis 2019 des Fördervereins der Meckelschen Sammlungen des Instituts für Anatomie und Zellbiologie (IAZ) der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erhalten. Der Preis, der erstmals 2010 vergeben wurde, ist mit 1.000 Euro dotiert und wird einerseits für herausragende wissenschaftliche Beiträge zur historischen Meckel-Forschung“ sowie andererseits für hervorragende Leistungen zu anatomischen und naturwissenschaftlichen Sammlungen und ihrer Einordnung in die heutige Zeit verliehen.

„Prof. Hildebrandt gehört in die zweite Kategorie“, sagte Prof. Dr. Bernd Fischer, ehemaliger Direktor des IAZ und nun Vorsitzender des Fördervereins der Meckelschen Sammlungen, in seiner kurzen Laudatio im Hörsaal des IAZ. Hildebrandt wurde für ihre wissenschaftliche Arbeit rund um die Geschichte der Anatomie in der Zeit des Nationalsozialismus ausgezeichnet, auf dem sie „die“ internationale Expertin sei, so Fischer.

Hildebrandt befasst sich zum Beispiel damit, ob es ethisch vertretbar ist, Forschungserkenntnisse zu verwenden, die mithilfe von Leichen von NS-Opfern gewonnen wurden. Beide Institutionen, das IAZ und als Teil dessen die Sammlungen, haben zu der Thematik insofern Anknüpfungspunkte, dass auch hier die Herkunft von Leichen sowie die Zeit des Nationalsozialismus aufgearbeitet wurde. Weiterlesen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler informieren sich zu „Horizon2020“-Förderung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitätsmedizin sowie der Universität Halle, aber auch Vertreter anderer Hochschulen, der regionalen Privatwirtschaft und außeruniversitärer Forschungsinstitute haben am Donnerstag, 28. Juni 2019, die Gelegenheit genutzt, mehr darüber zu erfahren, welche Fördermöglichkeiten das „Horizon2020“-Programm im Bereich Gesundheit bereithält und was für einen erfolgreichen Projektantrag nötig ist.

Einen kompletten Vormittag ging es im Hörsaal 3 des Universitätsklinikums Halle (Saale) um Angebote verschiedener Institutionen sowie um konkrete Ausschreibungen für den Bereich Gesundheit im Programm „Horizon2020“.

Die Nationale Kontaktstelle Lebenswissenschaften, angesiedelt beim Bundesministerium für Bildung und Forschung, erklärte ihre Arbeitsweise als Unterstützer von Vorhaben und bei der Suche von Projektpartnern und lieferte Tipps und Tricks für die Antragstellung. Dr. Roberto Cozatl von der halleschen Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt erörterte die Möglichkeiten der Datennutzung, des Forschungsdatenmanagements sowie der Informationsbeschaffung. Als Abschluss des Vortragsteils sprach Prof. Dr. Bernd Fischer von der halleschen Universitätsmedizin über seine Erfahrungen als Gutachter für EU-Projekte und gab aus seiner Sicht Tipps für die Antragstellung. Nach dem offiziellen Programm wurden für angemeldete Interessierte zudem individuelle Beratungsgespräche angeboten.