Herzlich willkommen …

Hervorgehoben

… auf dem Wissenschaftsblog der Universitätsmedizin Halle (Saale)!

Hier finden Sie in loser Folge aktuelle Berichte aus den Bereichen Forschung und Lehre der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dazu zählen Interviews, Porträts, Reportagen, aber auch Preisverleihungen und Veranstaltungshinweise.

Der Wissenschaftskalender weist auf Veranstaltungen (in Halle, aber auch außerhalb) primär für Wissenschaftler, medizinische und naturwissenschaftliche Kolleginnen und Kollegen und Studierende hin und kann exportiert werden, beispielsweise in den Outlook- oder Google-Kalender, aber auch iCal von Apple sowie andere Apps. Er kann somit in den eigenen Kalender integriert werden.Für öffentliche Patientenvorlesungen oder Führungen der Universitätsmedizin Halle (Saale) konsultieren Sie bitte diesen Veranstaltungskalender.

Um keine neuen Beiträge auf dem Blog zu verpassen, kann zudem ein RSS-Feed abonniert werden.

Der Blog ist eine Ergänzung zur Internetpräsenz der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums Halle (Saale):
www.medizin.uni-halle.de
www.uk-halle.de

Bitte beachten Sie aufgrund der EU-Datenschutzverordnung (DSGVO) die Datenschutzerklärung!

„Vera Drake“ ist der nächste Film in der „eMERgency in cinema“-Reihe

Beim nächsten „eMERgency in cinema“-Filmabend flimmert am 22. August der Streifen „Vera Drake“ über die Leinwand im Luchskino am Zoo in Halle. Darin geht es um das Thema Schwangerschaftsabbruch.

Zum Inhalt: Die Hausfrau Vera Drake lebt Anfang der 1950er Jahre in Großbritannien. Sie kümmert sich aufopferungsvoll um ihre Familie und Freunde. Die lebensfrohe, kleine Frau verdient sich mit Putzarbeiten ein wenig Geld hinzu und hat für jeden ein offenes Ohr. Doch sie hütet auch ein Geheimnis: Sie führt trotz des geltenden Verbots Schwangerschaftsabbrüche für junge Frauen durch, die ungewollt schwanger geworden sind. Dabei geht es ihr nicht um Anerkennung oder Geld, sondern um notwendige Hilfe für Frauen in Not. Als es bei einer Abtreibung zu lebensgefährlichen Komplikationen kommt, wird das Leben von Vera Drake und ihrer Familie auf den Kopf gestellt.

Der Film begeistert aufgrund seiner Detailtreue und der schauspielerischen Leistung der Darsteller. Die Geschichte nimmt sehr präzise die gesellschaftlichen Hintergründe im Großbritannien der 50er Jahre  in den Blick und diskutiert die Frage nach der Legalisierung des Schwangerschaftsabbruches damit vor allem als soziale Frage. Das Thema der Abtreibung wird sensibel inszeniert und ist, obwohl in den meisten europäischen Ländern seit vielen Jahren stabile gesetzliche Regelungen diesbezüglich getroffen wurden, gesellschaftlich und in der ethischen Diskussion noch immer sehr relevant, wie nicht zuletzt die Diskussionen um den §219a des StGB zeigen. Dabei nimmt der Film eine interessante und sehr aktuelle Perspektive ein und fragt nicht nur, wie sehr ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen Frauen stigmatisiert, die einen Abbruch durchführen lassen, sondern auch, welche Folgen für jene entstehen, die einen Abbruch vornehmen.

Auch diesmal ist ein Experte vor Ort, der die Einführung zum Film und im Anschluss die Diskussionsmoderation übernimmt: Prof. Dr. med. Dr. agr. Bernd Fischer ist ehemaliger Direktor des Instituts für Anatomie und Zellbiologie der MLU Halle-Wittenberg und war bis 2015 Professor für Anatomie und Reproduktionsbiologie. Seitdem nimmt er Lehraufträge u.a. am IWZ Medizin-Ethik-Recht wahr. Weiterhin ist er ehrenamtlich bei einer Beratungsstelle zum Thema Kinderwunsch tätig.

Die Reihe „eMERgency in Cinema“ wird vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Medizinischen Fakultät der Uni Halle zusammen mit dem Verein meris und dem Interdisziplinären Zentrum Medizin-Ethik-Recht der Uni Halle veranstaltet. Die gezeigten Filme greifen die Themen Medizin, Ethik und Recht im Film auf und sind gepaart mit Diskussionsrunden im Anschluss, die von verschiedenen Fachleuten moderiert werden.

Der Eintritt für den Film kostet 7 Euro, ermäßigt 5,50 Euro.
Weitere Informationen auch unter: https://blogs.urz.uni-halle.de/mrecinema

KOMPAS-Halle startet im September Weiterbildungsprogramm für angehende Allgemeinmediziner

Die Weiterbildung für Allgemeinmediziner muss attraktiver werden, damit mehr junge Ärzte bereit sind, diese wichtige Disziplin des medizinischen Feldes auszufüllen. „Mehr Praxisnähe in der Ausbildung, mehr Informationen zu betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Fragen sowie natürlich eine solide Wissensvermittlung zu medizinischen Themen, das sind die Hauptforderungen von angehenden Allgemeinmedizinerinnen und -medizinern während ihrer Weiterbildung“, fasst Professor Dr. Thomas Frese, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, zusammen.

Hier setzt das Seminarprogramm vom Kompetenzzentrum für die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin KOMPAS in Halle an, das zusammen mit Profis aus Wissenschaft und Praxis und in Zusammenarbeit mit dem SkillsLab im Dorothea-Erxleben-Lernzentrum der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gestaltet wird. Es steht allen Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung (ÄiW) in Sachsen-Anhalt offen.

Start des Seminarprogramms ist am 21. September 2018 mit den Themen Berufstheorie, Praxismanagement, Haftungsfragen und Leichenschau. Weiterbildungsbefugte können bei Prof. Andreas Klement die Technik des One-Minute-Feedbacks erlernen, um so auch die Betreuung der Ärzte in Weiterbildung in den Praxen zu verbessern.  Weiterlesen

Mit wissenschaftlichem Austausch den Horizont erweitern

Der wissenschaftliche Austausch über Ländergrenzen hinweg wird an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität mehr und mehr ausgebaut und beruht dabei nicht unwesentlich auf dem persönlichen Engagement einzelner. Nicht nur, dass Nachwuchswissenschaftler/innen aus Halle im Ausland forschen, sondern ebenso kommen ausländische Forschende an die hallesche Universitätsmedizin zu Besuch.

Aaron Berger (l.) und Kriti Sood haben fünf Wochen in Halle verbracht.

So gibt es beispielsweise einen Austausch zwischen der Columbia University in New York City und der Medizinischen Fakultät in Halle im Rahmen des Präparierkurses am Institut für Anatomie und Zellbiologie. Jüngst waren mit Aaron Berger und Kriti Sood zwei Zahnmedizin-Studierende für fünf Wochen in Halle zu Gast, die zuvor Teil des internationalen Kurs-Projektes waren.

„Wir wurden in Halle herzlich willkommen geheißen und haben viel gelernt“, sagt Kriti, die nach ihrem Bachelor in Biologie und Immunologie nun an der Columbia Zahnmedizin studiert. „Die Fakultät ist kleiner als unsere und es gibt hier bereits im Studium eine größere Bandbreite im praktischen Bereich“, hat Aaron festgestellt. Er ist wie Kriti ab Herbst im zweiten Studienjahr und hat zuvor einen Bachelorabschluss in Business Administration erworben. „Das Bildungssystem ist da anders als in Deutschland“, sagt er. Man könne vor der „Medical School“ etwas völlig fachfremdes studiert haben. Weiterlesen

„Frischekur“ für Meckelsche Sammlungen im Institut für Anatomie und Zellbiologie

Seyma Gül und Julia Hallasch (r.) kümmern sich um die Pflege der Sammlungen.

Damit die Meckelschen Sammlungen das interessante und einzigartige Kleinod bleiben, das sie sind, werden sie gut gepflegt. In diesen Wochen und Monaten erhalten mehrere Hundert Präparate in den anatomischen Sammlungen des Instituts für Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sozusagen eine Frische-Kur: neue Etiketten und, wenn nötig, neue Flüssigkeit. Der Förderverein der Sammlungen hat dafür 2.000 Euro bereitgestellt. Zuständig für die praktischen Arbeiten sind Präparatorin Julia Hallasch und die Studentin Seyma Gül.

Seyma Gül weiß anhand von Listen, welche Präparate zu beschriften sind.

Auf dem Schreibtisch von Seyma Gül liegen mehrere Listen und Lagepläne der Schränke für den Raum 2 der Sammlungen, um den es aktuell geht. „Ich arbeite einen Schrank nach dem anderen ab. Es ist schon eine Geduldsarbeit, aber es macht Spaß“, erzählt die Studentin der Zahnmedizin im 6. Semester, die zusätzlich nun 26 Stunden pro Monat den Sammlungen widmet. Was das konkret heißt, wird deutlich, wenn man direkt in Raum 2 steht. Ein „Schrank“ ist eine der großen Glasvitrinen, von denen es mehrere in den Raum hineinragende Reihen gibt, plus die Glasschränke, die an den Wänden stehen. Weiterlesen

Nächster Filmabend der Reihe „eMERgency in cinema“ am 25. Juli

Der Roadmovie „Simpel“ (2017) ist Gegenstand des nächsten Filmabends in der Reihe „eMERgency in cinema – Medizin, Ethik & Recht im Film“. Gezeigt wird er am 25. Juli 2018 im Luchs.Kino am Zoo.

Wie immer ist auch diesmal ein Experte dabei, der eine Einführung zum Film gibt und hinterher als Diskussionspartner zur Verfügung steht. Diesmal ist das Prof. Dr. Georg Theunissen. Er ist Lehrstuhlinhaber für  Geistigbehindertenpädagogik und Pädagogik bei Autismus am Institut für Rehabilitationspädagogik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Für letzteres hat er sogar die erste Professur im deutschsprachigen Raum. Er ist Vertreter des  Empowerment-Konzepts in der Behindertenarbeit und einer Inklusion im Sinne  uneingeschränkter Zugehörigkeit und Nicht-Aussonderung behinderter Menschen aus der Gesellschaft.

Zum Film:

Ben und Barnabas sind zwei unzertrennliche Brüder. Der geistig behinderte Barnabas, von allen Simpel genannt, lebt in seiner ganz eigenen Welt. Der Vater hat vor langer Zeit die Familie verlassen und will von seinem behinderten Sohn nichts wissen. Ben muss
sich sowohl um seinen Bruder als auch um seine kranke Mutter kümmern. Nach dem Tod der Mutter fliehen Ben und Simpel vor der Polizei, die Barnabas in ein Heim für geistig behinderte Menschen bringen will. Sie machen sich aus der norddeutschen Provinz auf den Weg nach Hamburg. Dies ist der Auftakt für ein Abenteuer zwischen emotionaler Rührung und Überforderung. Das Roadmovie ‚Simpel‘ ist eine Verfilmung des 2004 erschienenen gleichnamigen französischen Jugendbuchs von Marie-Aude Murail. Mit der Reise zweier ungleicher Brüder werden Themen von Familie und Freundschaft, des Erwachsenwerdens, der Emanzipation von den Eltern, von Verantwortung und Pflichtgefühl, von gesellschaftlichen Normen und Erwartungen sowie Selbstbestimmung und Autonomie verhandelt. Die zum Teil komödiantische Inszenierung und die Besetzung der Hauptrolle mit einem nicht behinderten Schauspieler fordern dabei zur Diskussion der filmischen Darstellung der Lebenswelt und Lebenswirklichkeit behinderter Menschen heraus. Daran knüpft sich die generelle Frage nach den Potenzialen des Mediums Film zur Verhandlung von Diversität, Toleranz und Akzeptanz des Andersseins.
(Darsteller: David Kross, Frederick Lau, Emilia Schüle, Axel Stein; Regie: Markus Goller)

Der Eintritt für den Film kostet 7 Euro, ermäßigt 5,50 Euro.

Weitere Informationen auch unter: https://blogs.urz.uni-halle.de/mrecinema

Reha-Wiki „EDgar“ liefert strukturiertes Material für Lehrende in der Rehabilitation

Die Startseite des Reha-Wiki „EDgar“

Wie kann man didaktisch gute Lehrveranstaltungen für den Bereich Rehabilitation gestalten? Welche Inhalte sollten und müssen vermittelt werden und wie kann dies auch interaktiv geschehen?

Da kann die Online-Plattform „EDgar“ helfen. Es liefert strukturiertes, didaktisch aufbereitetes Material, das eine multiprofessionelle, praxisnahe und interdisziplinäre Lehre in der Aus-, Fort- und Weiterbildung für Studierende aber auch verschiedene Berufsgruppen des Reha-Sektors ermöglicht. Dafür ist die Plattform technisch als „MediaWiki“ umgesetzt worden und in vier Themenportale gegliedert: Lehr- und Lernziele, Lehr- und Lernmethoden, Lehrmaterialien und Glossar.

Die Plattform richtet sich vor allem an hauptamtliche Dozentinnen und Dozenten deutscher Hochschulen und Bildungseinrichtungen, die im Bereich Rehabilitation tätig sind. Daher auch der Name EDgar, der für „Entwicklung einer für Dozenten frei verfügbaren Datenbank mit strukturierten rehabilitationsbezogenen Lehrmaterialien“ steht. Die Basis bilden die kürzlich, unter der Mitarbeit von Projektleiter Prof. Dr. Wilfried Mau, revidierten kompetenzbasierten Lernziele des Querschnittbereichs Rehabilitation, Physikalische Medizin und Naturheilverfahren. Weiterlesen

Wissenschaftler der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik gehören zu den meistzitierten

Wissenschaftler der Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Universitätsklinikums Halle (Saale) gehören zu den meistzitierten deutschen Wissenschaftlern in den Bereichen Humangenetik und klinische Neurowissenschaften im Zeitraum 2012 bis 2016. Das schreibt das „Laborjournal“ (www.laborjournal.de).

Besonders herausragend ist Platz 1 in den zehn meistzitierten wissenschaftlichen Publikationen unter deutscher Beteiligung im Zeitraum 2012 bis 2016. Dabei handelt es sich um ein Paper im renommierten Fachjournal „Nature“ zu Schizophrenie-assoziierten Gen-Orten (24. Juli 2014, DOI: 10.1038/nature13595). Aber auch eine weitere Publikation ist in den Top Ten vertreten: Ein Artikel im zum Nature-Verlag gehörenden Journal „Nature Genetics“ über elf neue genetische Orte, die anfälliger für eine Alzheimer-Erkrankung machen (Dez. 2013, DOI: 10.1038/ng.2802).

In der Liste der 50 meistzitierten Köpfe aus Deutschland im Bereich klinische Neurowissenschaften sind außerdem allein drei hallesche Vertreter zu finden. PD Dr. Ina Giegling auf Platz 26, Dr. Bettina Konte auf Platz 50 und Prof. Dr. Dan Rujescu, der als einziger aktueller Klinikdirektor einer Psychiatrie mit Platz 8 in den Top Ten zu finden ist. Des Weiteren ist er auf Platz 26 in der Rubrik meistzitierte Köpfe in der Humangenetik zu finden. „Das ist schon sehr beachtlich und zeigt, welche Fachgebiete von unserer Forschung beeinflusst werden“, sagt Rujescu. „Wenn man betrachtet, in welchem Umfeld wir uns bewegen, können wir sehr stolz auf diese Platzierungen sein.“ Immerhin befinde man sich in guter Gesellschaft mit großen, renommierten Forschungszentren und Instituten der gesamten Breite der Hirnforschung und nicht nur der Psychiatrie, die in vielen Fällen personell und finanziell besser ausgestattet seien.

Die Basis für das Ranking, das kürzlich veröffentlicht wurde, bildet die Datenbank „Web of Science“. Berücksichtigt worden seien Artikel mit mindestens einem im deutschsprachigen Raum ansässigen Autoren sowie Forschende, die hauptsächlich in Fachblättern der Humangenetik beziehungsweise Klinischen Neurowissenschaften publiziert hatten oder an einer Einrichtung mit dieser Ausrichtung arbeiteten.

Theoretisch spitze. Praktisch auch! Bis 15. Juli für „Evidenzbasierte Pflege“ bewerben

Der Countdown läuft! Wen es nach dem Abitur in einen Beruf im Gesundheitswesen zieht und der aber zudem auch studieren möchte, für den ist das Studium „Evidenzbasierte Pflege“ an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg genau das richtige. Bis zum 15. Juli kann man sich dafür noch bewerben, Studienbeginn ist dann im Oktober.

Der Studiengang bietet einen Bachelorabschluss in Pflegewissenschaft, einen Berufsabschluss als Gesundheits- und Krankenpfleger/in und die gesetzlich verankerte Genehmigung, später heilkundliche Tätigkeiten zu übernehmen. Was es damit auf sich hat und wo es weitere Informationen gibt, ist im neuen Film zum Studiengang zu erfahren:

Lange Nacht der Wissenschaften an der Unimedizin: 80 Blutspenden, 20 Stammzellspende-Registrierungen und 582 Euro für den Förderverein

Im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften am 6. Juli 2018 ist an der Universitätsmedizin Halle (Saale) auch an andere gedacht worden. So haben allein zwischen 18 und 21.30 Uhr 80 Besucherinnen und Besucher Blut gespendet. „Darüber freuen wir uns sehr, denn diese Spenden werden gebraucht. Nach Beginn der Sommerferien fängt bei uns das „Sommerloch“ an und geht erfahrungsgemäß die Spendebereitschaft zurück“, sagt Dr. Manfred Kiese vom Zentrum für Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Halle (Saale).

20 der Blutspender/innen haben sich zudem als potenzielle Knochenmark-Stammzellspender/innen registrieren lassen und können somit vielleicht irgendwann Menschen helfen, die an Erkrankungen des blutbildenden Systems wie beispielsweise Leukämien leiden.

Doch auch der Förderverein des halleschen Universitätsklinikums kann sich über finanzielle Unterstützung freuen. Organisiert von der stellvertretenden Leiterin der Stabsstelle für Angewandte Pflegeforschung, Susanne Gerhardt, hat ein Bücherbasar 582 Euro erbracht. „Wir haben etwa 200 Bücher verkauft“, sagt sie. Zum Verkauf standen Bücher aus der ehemaligen Patientenbibliothek des Universitätsklinikums aus mehreren Jahrzehnten und zahlreichen Genres, darunter auch die ein oder andere Rarität. Der Förderverein engagiert sich sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für einzelne Kliniken, Projekte und die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren am Freitag bei der Langen Nacht der Wissenschaften an der Universitätsmedizin Halle (Saale) zu Gast. Das Angebot von Führungen wurde rege angenommen, ebenso wie die verschiedensten Mitmachaktionen, wie beispielsweise Riech- oder Gleichgewichtstests, Wunden nähen oder OP-Techniken ausprobieren.

Auch wie Roboter die Krankenversorgung unterstützen und Teil der Forschung sind, konnte man erfahren. Ein weiterer Magnet war wie immer der Rettungshubschrauber, in dem man auch selbst auf dem Pilotensitz Platz nehmen durfte.

Nächster „eMERgency in cinema“-Filmabend

Der nächste Film der Veranstaltungsreihe „eMERgency in cinema – Medizin, Ethik & Recht im Film“ steht in den Startlöchern. Am Mittwoch, dem 20. Juni 2018, wird Andreas Dresens Film „Halt auf halber Strecke“ gezeigt.

Diesmal wird der Film durch eine Einführung und Diskussion mit Prof. Dr. Jan Schildmann (Direktor) und Dr. Florian Bruns, beide vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg begleitet. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Klinische Ethik, Ethik der Forschung mit  Menschen, Norm und Empirie in der Medizinethik (Schildmann) bzw. ethische Fragen am Lebensende (Bruns).

Zum Film: Frank Lange ist ein 44jähriger, durchschnittlicher Familienvater, mit Reihenhaus, Frau und zwei Kindern. Sein durchschnittliches Leben bricht plötzlich zusammen, als bei ihm ein bösartiger und inoperabler Gehirntumor diagnostiziert wird.

Er dokumentiert das Fortschreiten seiner Krankheit mit dem eigenen Smartphone. Während seine Familie zunehmend mit der Situation überfordert ist, verliert Frank immer öfter die Orientierung und unterliegt, gezeichnet durch die Krankheit und Einnahme
von Schmerzmitteln, einer starken Persönlichkeitsveränderung.

Andreas Dresens Film dokumentiert mit einfühlsamer Nähe und beeindruckendem Realismus Krankheit und Sterben seines Protagonisten. Was dieser Prozess nicht nur für den Patienten selbst, sondern auch für dessen Familie bedeutet, wird vor allem durch die großartigen Hauptdarsteller greifbar. Durch Laiendarsteller erhält der Film zudem eine Authentizität, die so im Kino nur selten zu erleben ist. „Halt auf freier Strecke“ zeigt die banalen und grausamen Momente des Sterbens ebenso wie Momente von Wärme, Würde und Barmherzigkeit, um die die Familie zunehmend kämpfen muss.

Alle Veranstaltungen finden im Luchs.Kino am Zoo statt.
Der Eintritt beträgt 7 € bzw. 5,50 € ermäßigt.

Weitere Informationen im Wissenschaftskalender hier auf dem Blog oder unter:
https://blogs.urz.uni-halle.de/mrecinema
https://www.facebook.com/luchskino