Institut für Anatomie kooperiert in DAAD-Projekt mit der Slowakei

Wenn Dr. Stefan Cikos und Dr. Dusan Fabian am heutigen  Freitagabend die Heimreise antreten, haben sie rund drei Tage in Halle verbracht. Der Aufenthalt der beiden Wissenschaftler ist Teil eines neuen, auf zwei Jahre angelegten Programmes des Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) zwischen Halle und der Slowakei. Die

Stefan Cikos (l.) und Dusan Fabian aus der Slowakei

Stefan Cikos (l.) und Dusan Fabian aus der Slowakei

Austauschpartner sind dabei das Institute of Animal Phyiology der Slowakischen Akademie der Wissenschaften in Košice und das Institut für Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Fakultät in Halle.

„Das Programm hat zwei Ziele. Zum einen den wissenschaftlichen Austausch allgemein und zum anderen auch den personellen Austausch zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses“, erklärt Anne Navarrete Santos vom halleschen Institut und Antragstellerin. Es sei das erste Projekt mit der Slowakei, aber nicht das erste dieser Art am Institut, sagt sie. Die DAAD-Unterstützung bestehe dabei vor allem in der Übernahme der Reise- und Unterbringungskosten, erklärt Stefan Cikos. Die wissenschaftliche Arbeit werde wiederum über andere Wege finanziert. Seit Februar 2015 ist es bewilligt.

„Wir haben überlappende Forschungsgebiete und ähnliche Themen in Halle und der Slowakei und sich darüber auszutauschen, ist manchmal wichtiger als eine schriftliche Publikation“, sagt Dusan Fabian. Dennoch war es eine solche der Slowaken, die die halleschen Kollegen auf sie aufmerksam gemacht und den Stein ins Rollen gebracht hatte. Persönlich kennengelernt habe man sich dann bei einer internationalen Konferenz. Ein Unterschied, der aber ein wertvoller Beitrag zur Forschung sei, sei, dass beide Einrichtungen für die Forschung im Bereich der Reproduktionsbiologie und Embryologie unterschiedliche Tiermodelle verwenden – Halle setzt auf Kaninchen, Košice auf Mäuse. „So können wir uns über Ergebnisse und Methoden austauschen“, sagt Stefan Cikos.

Stefan Cikos und Dusan Fabian waren nun in Halle, um mit den hiesigen Kollegen die Organisation, Inhalte und Ideen des Projektes zu besprechen. Außerdem hatten sie in zwei Vorträgen ihre Arbeit vorgestellt. Dr. Stefan Cikos referierte zum Thema „Maternal stress and preimplantation embryo development“, Dr. Dusan Fabian zum Thema „The effect of maternal obesity on development of preimplantation embryos and somatic parameters of offspring“. Im Laufe der zwei Jahre werde es wechselseitige Besuche geben sowie mehrwöchige Forschungsaufenthalte von deutschen bzw. slowakischen Nachwuchswissenschafltern im jeweils anderen Gastland.

Einen ersten Aufenthalt in der Slowakei hat Tom Seeling bereits absolviert, der nächste von zwei Wochen soll im November stattfinden. Er hat gerade seine Masterarbeit in Biochemie abgegeben und hofft, dass es mit seiner wissenschaftlichen Laufbahn in Halle weitergeht.

Stefan Cikos, Dusan Fabian und Tom Seeling, der bereits in der Slowakei zu Besuch war.

Stefan Cikos, Dusan Fabian und Tom Seeling, der bereits in der Slowakei zu Besuch war.

„Es ist immer interessant zu sehen, wie andere Kollegen arbeiten und wie die Labore woanders aufgebaut und ausgestattet sind“, erzählt Tom Seeling über seinen Besuch in Košice. Einen Teil der Experimente für seine Masterarbeit habe er beispielsweise dort wiederholt. Zudem habe er bei Stefan Cikos in der Praxis gelernt, welche statistische Methode man wann anwenden könne. Und alle (Nachwuchs-) Wissenschaftler sind sich einig, dass man aufgrund eines solchen Austausches auch die englische Sprachpraxis besonders gut üben könne.

„Wir hoffen außerdem, dass es nach den zwei Jahren mit der Zusammenarbeit in irgendeiner Weise weitergeht“, sagt Stefan Cikos abschließend.

 

 

 

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