Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler präsentieren ihre Projekte beim Forschungstag der Universitätsmedizin Halle (Saale)

Beim Forschungstag der Universitätsmedizin Halle (Saale) stehen einen ganzen Tag vor allem die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im Fokus. Bereits zum fünften Mal findet die Veranstaltung statt, die nun erstmals auch den bisher separat abgehaltenen Doktorandinnen- und Doktorandenkongress miteinbezieht.

Von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr werden Vorträge gehalten, wissenschaftliche Poster begutachtet und die besten darunter mit Preisen ausgezeichnet, gibt es Zeit für fachlichen Austausch und eine Keynote Lecture. Neu ist der Programmteil „Elevator Speech“, den Mitorganisator Juniorprofessor Dr. Tony Gutschner vorgeschlagen hat. Innerhalb von einer Minute, sozusagen die Länge einer Fahrstuhlfahrt, müssen die Vortragenden ihr Thema vorstellen.

So wie zum Forschungstag 2016 wird auch 2018 die Posterbegehung ein Teil des Programms sein. (Archivfoto: Fotostelle UKH)

Die regulären Vortragssessions sind in zwei Blöcke von jeweils einer halben Stunde aufgeteilt. In beiden werden entsprechend der Forschungsschwerpunkte der Universitätsmedizin Halle (Saale) sowohl molekularmedizinische Themen als auch pflegewissenschaftliche Themen vorgetragen, wobei im ersten Teil der Fokus auf personalisierte Medizin und Onkologie und im zweiten auf Herz-Kreislauferkrankungen, Multimorbidität und Altern gelegt wird. Vorgetragen wird auf Englisch oder auf Deutsch, die Referentinnen und Referenten haben die Wahl.

Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch Dekan Prof. Dr. Michael Gekle und den Prodekan für Forschung, Prof. Dr. Patrick Michl, moderieren Dr. Dr. Monika Hämmerle und Dr. Christian Ostheimer ab 8.50 Uhr den ersten Vortragsblock. Die Vorträge befassen sich mit Themen wie personalisierter Behandlung von Patienten unter 60 Jahren oder auch den finanziellen Konsequenzen einer Krebsbehandlung.

Im zweiten Block, der um 10.40 Uhr beginnen soll, geht es beispielsweise um technische Assistenzsysteme in der Pflege von Menschen mit Demenz, Variablen für die Raucherentwöhnung nach akutem Herzinfarkt oder Teilergebnisse der CARLA-Studie. Moderiert wird dieser Block von Dr. Katrin Saal, Prof. Andreas Simm und PD Dr. Michel Noutsias.

Nach den etwas längeren Vorträgen folgen zudem noch die Kurzvorträge in dem bereits erwähnten Programmteil Elevator Speech. Nach der Mittagspause steht dann der zweite Teil des Forschungstages an, in dem zum einen in zwei Begehungen die eingereichten wissenschaftlichen Poster begutachtet werden. Zum anderen wird die im Charles-Tanford-Proteinzentrum (CTP) angesiedelte Core Facility (Gerätezentrum) „Imaging“ ihre neuen Angebote und Leistungen im Bereich der „NGS Analyse“ vorstellen. Das soll dazu dienen, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu informieren und ihnen die modernen Forschungsmethoden und -geräte näherzubringen, die sie für Versuche nutzen können.

Danach schließt sich die Keynote Lecture an. Als Referent konnte Prof. Dr. Jan-Henning Klusmann, Professor für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie und Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Pädiatrie I des Universitätsklinikums Halle (Saale), gewonnen werden. Er spricht zum Thema „Warum brauchen wir gute klinische Studien“. Klusmann ist noch keine 40 Jahre alt, selbst sehr forschungsstark und hat unter anderem Förderung durch den Europäischen Forschungsrat (ERC-Grant) sowie das Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingeworben.

Den Abschluss des Forschungstages bildet dann ein Fazit des Prodekans für Nachwuchsförderung, Prof. Dr. Michael Bucher, und die Preisträger des Forschungstages werden geehrt.

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