Dissertationspreis für Doktorandin des Instituts für Medizinische Soziologie

Irene Moor

Irene Moor forscht seit Jahren zusammen mit Professor Dr. Matthias Richter am Institut für Medizinische Soziologie der Medizinischen Fakultät der Universität Halle zum Thema Jugendgesundheit. Die Doktorandin hat mit ihrer Dissertation, die sie im Rahmen und auf Datengrundlage der HBSC-Studie aus bis zu fünf Jahren (1994, 1998, 2002, 2006, 2010) verfasst hat, nun den 2. Platz beim Innovationspreis zum Thema „Armut und Gesundheit“ der BBK Süd erhalten. Der Innovationspreis ist insgesamt mit 5.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Thementages Gesundheit in Frankfurt/Main statt.

Ziel ihrer Doktorarbeit war die Beschreibung gesundheitlicher Ungleichheiten im Jugendalter im Zeitverlauf sowie die Erklärung gesundheitlicher Ungleichheiten durch materielle, psychosoziale und verhaltensbezogene Faktoren zu analysieren. Denn, so begründet Moor: „Soziale Ungleichheiten in der Gesundheit von Heranwachsenden haben maßgeblichen Einfluss auf die zukünftigen Gesundheitschancen. Das Monitoring dieser Ungleichheiten ist essentiell, um zu überprüfen, ob sich Problemlagen weiter verschärfen oder ob bisherige (sozial-)politische Maßnahmen zur Verringerung dieser Ungleichheiten Wirkung zeigen. Dabei müssen Maßnahmen bei den Ursachen der Ungleichheiten ansetzen, v.a. haben sich materielle, psychosoziale und verhaltensbezogene Faktoren als zentrale Ansätze erwiesen.“

In ihrer Dissertation ist sie zu dem Ergebnis gekommen, dass sich „sowohl in Deutschland als auch im europäischen und nordamerikanischen Raum […] gesundheitliche Ungleichheiten im Jugendalter [zeigen], die in den letzten zwei Jahrzehnten in der Mehrheit der betrachteten europäischen Länder konstant geblieben sind bzw. sich in einigen Ländern vergrößert haben. Materielle, psychosoziale und verhaltensbezogene Faktoren können einen großen Teil der gesundheitlichen Ungleichheiten im Jugendalter erklären. Den materiellen Lebensumständen wird die größte Relevanz zugeschrieben, da diese nicht nur direkt auf die Gesundheit wirken, sondern auch indirekt über psychosoziale Faktoren und das Gesundheitsverhalten.“

 

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