Summer School der Pflegewissenschaften in vollem Gange

SummerSchool2016_02webWortfetzen auf Deutsch und Englisch dringen durch die Gänge und geöffneten Fenster des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaften (IGPW) der Medizinischen Fakultät Halle. Es ist Pause, die Dachterrasse in diesen heißen Sommertagen ein gern genutzter Ort, um kurz etwas zu essen, zu trinken und mit dem ein oder anderen Kursteilnehmer zu sprechen. Denn ansonsten ist das Programm der Summer School der European Academy of Nursing Science (EANS) straff organisiert und gut gefüllt.

Die Summer School richtet sich an Doktoranden und PhD-Studenten der Pflegewissenschaften in Europa und vermittelt beispielsweise quantitative und qualitative Methoden der Pflege- und Gesundheitsforschung, wie man den eigenen Forschungsschwerpunkt entwickelt und methodisch hochwertige Studien konzipiert.

In der vergangenen Woche (ab 4. Juli) sind die ersten Teilnehmer aus 20 verschiedenen europäischen Ländern angereist – das erste Kursjahr absolviert einen zweiwöchigen Kurs. In dieser Woche sind die Teilnehmer des zweiten und dritten Kursjahres dazugekommen. Alle bleiben noch bis zum 15. Juli in Halle. Insgesamt sind derzeit 150 Teilnehmer und Hochschullehrer und -lehrerinnen am IGPW zu Gast.

Stefanie Bachnick aus Deutschland und Simon Malfait aus Belgien gehören zum ersten Kursjahr. „Die erste Woche war schon sehr voll“, sagt der 29-jährige Belgier, der an der Universität Gent studiert und am dortigen Universitätsklinikum arbeitet. Aber das will er gar nicht als Kritik anbringen, sondern der „Crashkurs“ zu Mixed Methods oder Interventionen sei trotzdem sehr gut gewesen. Auch Stefanie Bachnick, die nach ihrem Studium in Berlin nun im schweizerischen Basel ihren PhD macht, kann viel für ihre Arbeit mitnehmen. „Mein Supervisor hat mir die Summer School empfohlen, weil es in meiner Arbeit um die Entwicklung einer komplexen Intervention und Patientensicherheit geht“, sagt sie. Die Kursinhalte seien für sie daher zum einen didaktisch sehr gut aufbereitet und strukturiert, zum anderen sei es aber ebenso möglich, Fragen zu stellen.

Claudia Huber ist bereits im dritten Jahr der Summer School und ein Beispiel für einige andere Teilnehmer, die bereits über längere Berufserfahrung in der Pflege verfügen und nun als Fortsetzung der akademischen Laufbahn ihre Doktorarbeit anfertigen. „Mit der Methode steht und fällt es, ob die Forschungsfrage beantwortet werden kann. Das hat auch Einfluss auf den Verlauf der Arbeit“, sagt sie. Ihre Arbeit schreibt sie am Kings College in England. Die Summer School sei sehr gut organisiert, sehr interessant aber auch anstrengend. „Aber es wird sehr helfen, denn man lernt viel“, sagt die gebürtige Schweizerin.

Für die hallesche Doktorandin am IGPW, Christin Richter, ist es gleich doppelt spannend. Einerseits ist sie selbst Teilnehmerin der Summer School im dritten Jahr, andererseits hat sie die Veranstaltung in Halle maßgeblich mitorganisiert. In der zweiten Woche hat sie also also Teilnehmerin und Ansprechpartnerin doppelt zu tun, zumal an den Abenden auch ein Freizeitprogramm organisiert sei. „Bisher bin ich sehr zufrieden“, sagt sie, das liege auch an ihrem „super Team“, wie sie sagt. Sie wünsche sich, dass alle die Zeit in Halle genießen, dann sei ihr Ziel erreicht.

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