Neue Amtszeit für Dekan und Fakultätsvorstand hat begonnen

Die neue Amtszeit des Dekans und des neuen Fakultätsvorstandes der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beginnt am 1. September 2018. Dieser besteht weiterhin aus dem Dekan Prof. Dr. Michael Gekle und den Prodekanen Prof. Dr. Michael Bucher (Nachwuchsförderung), Prof. Dr. Matthias Girndt (Studiendekan) und Prodekanin Prof. Dr. Gabriele Meyer (Genderfragen). Prof. Dr. Hans-Günter Schaller hat zudem nach wie vor den Status des Vertreters der Zahnmedizin. Die Vertreter hatte Gekle nach seiner erneuten Wahl zum Dekan auch für die nächste Amtszeit vorgeschlagen und sie waren im Fakultätsrat wiedergewählt worden. Zum Vorstand gehört aber auch der Prodekan Forschung und hier gibt es eine Veränderung.

Prof. Dr. Dirk Vordermark, Direktor des Departments für Strahlenmedizin und der Universitätsklinik und Poliklinik für Strahlentherapie, hat sein Amt als Prodekan auf eigenen Wunsch abgegeben und gehört dem Vorstand nicht mehr an. Vordermark hatte sechs Jahre die Leitung des Prodekanats Forschung inne und saß in dieser Funktion auch dem Forschungsausschuss der Fakultät vor. Er bleibt aber weiterhin Vorsitzender der Arbeitsgruppe Großgeräte.

„Der Vorstand hat in den vergangenen vier Jahren viele Herausforderungen gemeistert und die Medizinische Fakultät als Teil der Universitätsmedizin Halle (Saale) ein großes Stück vorangebracht. Dafür möchte ich allen Mitgliedern ausdrücklich meinen Dank aussprechen. In der neuen Amtszeit gilt es nun, die Arbeit genauso konstruktiv anzugehen und für die Fakultät, aber auch – in den gemeinsamen Vorstandssitzungen mit dem Klinikumsvorstand für das Universitätsklinikum – die besten Entscheidungen zu treffen. Ziel muss es nach wie vor sein, dass die Universitätsmedizin Halle (Saale) als wichtiger und großer Arbeitgeber, als hervorragende Ausbildungsstätte und als moderner Forschungsakteur bestmöglich in der Region und darüber hinaus wahrgenommen wird“, so Gekle.

Neuer Prodekan Forschung und neues Mitglied im Fakultätsvorstand ist Prof. Dr. Patrick Michl, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin I. Zu seiner neuen Aufgabe als Prodekan äußert er sich im folgenden Kurzinterview.

  • Prof. Michl, Sie sind seit 1. September 2018 Prodekan Forschung an der Medizinischen Fakultät. Welche Aufgaben haben Sie sich vorgenommen, was wollen Sie erreichen?

Zum einen will ich dazu beitragen, dass die nationale Sichtbarkeit unserer Universitätsmedizin noch mehr gefördert wird, sprich dass wir als Wissenschaftsstandort stärker zur Geltung kommen. Wir haben gute Leute, wir sind eine vergleichsweise kleine Fakultät, die bereits gut interagiert. Allerdings ist sicherlich noch Potenzial vorhanden, um weitere Synergien zu schaffen und die Akteure unserer Forschungsschwerpunkte innerhalb der halleschen Universitätsmedizin noch mehr zu vernetzen. Das wiederum soll dafür sorgen, dass es mehr gemeinsame Projekte, mehr Drittmittel-Förderung und damit auch mehr Wahrnehmung in der Öffentlichkeit und innerhalb der Universitätslandschaft gibt. Ich wünsche mir, Forschung nicht nur zu verwalten, sondern Anreize zu schaffen, die Forschung an unserer Fakultät quantitativ und qualitativ noch besser zu machen.

  • Wo sehen Sie die Fakultät forschungstechnisch, auch im Hinblick auf Verbünde, in vier Jahren?

Ich hoffe und sehe gute Chancen, dass aus unserem Graduiertenkolleg 1591 „RNA-Biologie“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Sonderforschungsbereich der DFG entsteht. Außerdem erwarte ich, dass unser zweites GRK „ProMoAge“ in vier Jahren in der zweiten Förderphase steht und dass möglicherweise weitere GRKs bzw. Verbundinitiativen unter Beteiligung oder Federführung der Medizinischen Fakultät in der Antragstellung vorangekommen beziehungsweise bewilligt sind.

  • Welche Ideen haben Sie für das Prodekanat selber? Können sich unsere Forschenden denn auf Neuerungen oder ähnliches freuen?

Zunächst einmal möchte ich betonen, dass Prof. Vordermark exzellente Arbeit geleistet und das Prodekanat in seiner ihm eigenen ruhigen und besonnenen Art sehr gut geführt hat. Für mich ist es eine neue Aufgabe, in die man sich naturgemäß erst einfinden muss. Alleingänge wird es aber nicht geben, es kommt in diesem wichtigen Bereich essentiell auf gute Zusammenarbeit und Transparenz an. Ein bedarfsgerechter Ausbau unserer Core Facilities (CF) und Förderung der Biobank- und Informatik-Initiative gehört sicherlich zu den Prioritäten. Es ist aber aus meiner Sicht des Weiteren eine Diskussion wert, wie neben den bisher vergebenen leistungsorientierten Mitteln (LOM), die für die Einrichtungen ausgegeben werden, zusätzlich die individuelle Leistung einzelner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler besser gewürdigt und gegebenenfalls finanziell berücksichtigt werden kann, beispielsweise in Form von Freistellungen oder finanziellen Anreizen. Das stellt ja auch eine Form der Würdigung eines wissenschaftlichen Vorhabens dar und erhöht die Motivation für unsere Forschenden. Das muss man in Ruhe gemeinsam analysieren.

„Vera Drake“ ist der nächste Film in der „eMERgency in cinema“-Reihe

Beim nächsten „eMERgency in cinema“-Filmabend flimmert am 22. August der Streifen „Vera Drake“ über die Leinwand im Luchskino am Zoo in Halle. Darin geht es um das Thema Schwangerschaftsabbruch.

Zum Inhalt: Die Hausfrau Vera Drake lebt Anfang der 1950er Jahre in Großbritannien. Sie kümmert sich aufopferungsvoll um ihre Familie und Freunde. Die lebensfrohe, kleine Frau verdient sich mit Putzarbeiten ein wenig Geld hinzu und hat für jeden ein offenes Ohr. Doch sie hütet auch ein Geheimnis: Sie führt trotz des geltenden Verbots Schwangerschaftsabbrüche für junge Frauen durch, die ungewollt schwanger geworden sind. Dabei geht es ihr nicht um Anerkennung oder Geld, sondern um notwendige Hilfe für Frauen in Not. Als es bei einer Abtreibung zu lebensgefährlichen Komplikationen kommt, wird das Leben von Vera Drake und ihrer Familie auf den Kopf gestellt.

Der Film begeistert aufgrund seiner Detailtreue und der schauspielerischen Leistung der Darsteller. Die Geschichte nimmt sehr präzise die gesellschaftlichen Hintergründe im Großbritannien der 50er Jahre  in den Blick und diskutiert die Frage nach der Legalisierung des Schwangerschaftsabbruches damit vor allem als soziale Frage. Das Thema der Abtreibung wird sensibel inszeniert und ist, obwohl in den meisten europäischen Ländern seit vielen Jahren stabile gesetzliche Regelungen diesbezüglich getroffen wurden, gesellschaftlich und in der ethischen Diskussion noch immer sehr relevant, wie nicht zuletzt die Diskussionen um den §219a des StGB zeigen. Dabei nimmt der Film eine interessante und sehr aktuelle Perspektive ein und fragt nicht nur, wie sehr ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen Frauen stigmatisiert, die einen Abbruch durchführen lassen, sondern auch, welche Folgen für jene entstehen, die einen Abbruch vornehmen.

Auch diesmal ist ein Experte vor Ort, der die Einführung zum Film und im Anschluss die Diskussionsmoderation übernimmt: Prof. Dr. med. Dr. agr. Bernd Fischer ist ehemaliger Direktor des Instituts für Anatomie und Zellbiologie der MLU Halle-Wittenberg und war bis 2015 Professor für Anatomie und Reproduktionsbiologie. Seitdem nimmt er Lehraufträge u.a. am IWZ Medizin-Ethik-Recht wahr. Weiterhin ist er ehrenamtlich bei einer Beratungsstelle zum Thema Kinderwunsch tätig.

Die Reihe „eMERgency in Cinema“ wird vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Medizinischen Fakultät der Uni Halle zusammen mit dem Verein meris und dem Interdisziplinären Zentrum Medizin-Ethik-Recht der Uni Halle veranstaltet. Die gezeigten Filme greifen die Themen Medizin, Ethik und Recht im Film auf und sind gepaart mit Diskussionsrunden im Anschluss, die von verschiedenen Fachleuten moderiert werden.

Der Eintritt für den Film kostet 7 Euro, ermäßigt 5,50 Euro.
Weitere Informationen auch unter: https://blogs.urz.uni-halle.de/mrecinema

KOMPAS-Halle startet im September Weiterbildungsprogramm für angehende Allgemeinmediziner

Die Weiterbildung für Allgemeinmediziner muss attraktiver werden, damit mehr junge Ärzte bereit sind, diese wichtige Disziplin des medizinischen Feldes auszufüllen. „Mehr Praxisnähe in der Ausbildung, mehr Informationen zu betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Fragen sowie natürlich eine solide Wissensvermittlung zu medizinischen Themen, das sind die Hauptforderungen von angehenden Allgemeinmedizinerinnen und -medizinern während ihrer Weiterbildung“, fasst Professor Dr. Thomas Frese, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, zusammen.

Hier setzt das Seminarprogramm vom Kompetenzzentrum für die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin KOMPAS in Halle an, das zusammen mit Profis aus Wissenschaft und Praxis und in Zusammenarbeit mit dem SkillsLab im Dorothea-Erxleben-Lernzentrum der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gestaltet wird. Es steht allen Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung (ÄiW) in Sachsen-Anhalt offen.

Start des Seminarprogramms ist am 21. September 2018 mit den Themen Berufstheorie, Praxismanagement, Haftungsfragen und Leichenschau. Weiterbildungsbefugte können bei Prof. Andreas Klement die Technik des One-Minute-Feedbacks erlernen, um so auch die Betreuung der Ärzte in Weiterbildung in den Praxen zu verbessern.  Weiterlesen

„Frischekur“ für Meckelsche Sammlungen im Institut für Anatomie und Zellbiologie

Seyma Gül und Julia Hallasch (r.) kümmern sich um die Pflege der Sammlungen.

Damit die Meckelschen Sammlungen das interessante und einzigartige Kleinod bleiben, das sie sind, werden sie gut gepflegt. In diesen Wochen und Monaten erhalten mehrere Hundert Präparate in den anatomischen Sammlungen des Instituts für Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sozusagen eine Frische-Kur: neue Etiketten und, wenn nötig, neue Flüssigkeit. Der Förderverein der Sammlungen hat dafür 2.000 Euro bereitgestellt. Zuständig für die praktischen Arbeiten sind Präparatorin Julia Hallasch und die Studentin Seyma Gül.

Seyma Gül weiß anhand von Listen, welche Präparate zu beschriften sind.

Auf dem Schreibtisch von Seyma Gül liegen mehrere Listen und Lagepläne der Schränke für den Raum 2 der Sammlungen, um den es aktuell geht. „Ich arbeite einen Schrank nach dem anderen ab. Es ist schon eine Geduldsarbeit, aber es macht Spaß“, erzählt die Studentin der Zahnmedizin im 6. Semester, die zusätzlich nun 26 Stunden pro Monat den Sammlungen widmet. Was das konkret heißt, wird deutlich, wenn man direkt in Raum 2 steht. Ein „Schrank“ ist eine der großen Glasvitrinen, von denen es mehrere in den Raum hineinragende Reihen gibt, plus die Glasschränke, die an den Wänden stehen. Weiterlesen

Nächster Filmabend der Reihe „eMERgency in cinema“ am 25. Juli

Der Roadmovie „Simpel“ (2017) ist Gegenstand des nächsten Filmabends in der Reihe „eMERgency in cinema – Medizin, Ethik & Recht im Film“. Gezeigt wird er am 25. Juli 2018 im Luchs.Kino am Zoo.

Wie immer ist auch diesmal ein Experte dabei, der eine Einführung zum Film gibt und hinterher als Diskussionspartner zur Verfügung steht. Diesmal ist das Prof. Dr. Georg Theunissen. Er ist Lehrstuhlinhaber für  Geistigbehindertenpädagogik und Pädagogik bei Autismus am Institut für Rehabilitationspädagogik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Für letzteres hat er sogar die erste Professur im deutschsprachigen Raum. Er ist Vertreter des  Empowerment-Konzepts in der Behindertenarbeit und einer Inklusion im Sinne  uneingeschränkter Zugehörigkeit und Nicht-Aussonderung behinderter Menschen aus der Gesellschaft.

Zum Film:

Ben und Barnabas sind zwei unzertrennliche Brüder. Der geistig behinderte Barnabas, von allen Simpel genannt, lebt in seiner ganz eigenen Welt. Der Vater hat vor langer Zeit die Familie verlassen und will von seinem behinderten Sohn nichts wissen. Ben muss
sich sowohl um seinen Bruder als auch um seine kranke Mutter kümmern. Nach dem Tod der Mutter fliehen Ben und Simpel vor der Polizei, die Barnabas in ein Heim für geistig behinderte Menschen bringen will. Sie machen sich aus der norddeutschen Provinz auf den Weg nach Hamburg. Dies ist der Auftakt für ein Abenteuer zwischen emotionaler Rührung und Überforderung. Das Roadmovie ‚Simpel‘ ist eine Verfilmung des 2004 erschienenen gleichnamigen französischen Jugendbuchs von Marie-Aude Murail. Mit der Reise zweier ungleicher Brüder werden Themen von Familie und Freundschaft, des Erwachsenwerdens, der Emanzipation von den Eltern, von Verantwortung und Pflichtgefühl, von gesellschaftlichen Normen und Erwartungen sowie Selbstbestimmung und Autonomie verhandelt. Die zum Teil komödiantische Inszenierung und die Besetzung der Hauptrolle mit einem nicht behinderten Schauspieler fordern dabei zur Diskussion der filmischen Darstellung der Lebenswelt und Lebenswirklichkeit behinderter Menschen heraus. Daran knüpft sich die generelle Frage nach den Potenzialen des Mediums Film zur Verhandlung von Diversität, Toleranz und Akzeptanz des Andersseins.
(Darsteller: David Kross, Frederick Lau, Emilia Schüle, Axel Stein; Regie: Markus Goller)

Der Eintritt für den Film kostet 7 Euro, ermäßigt 5,50 Euro.

Weitere Informationen auch unter: https://blogs.urz.uni-halle.de/mrecinema

Nächster „eMERgency in cinema“-Filmabend

Der nächste Film der Veranstaltungsreihe „eMERgency in cinema – Medizin, Ethik & Recht im Film“ steht in den Startlöchern. Am Mittwoch, dem 20. Juni 2018, wird Andreas Dresens Film „Halt auf halber Strecke“ gezeigt.

Diesmal wird der Film durch eine Einführung und Diskussion mit Prof. Dr. Jan Schildmann (Direktor) und Dr. Florian Bruns, beide vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg begleitet. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Klinische Ethik, Ethik der Forschung mit  Menschen, Norm und Empirie in der Medizinethik (Schildmann) bzw. ethische Fragen am Lebensende (Bruns).

Zum Film: Frank Lange ist ein 44jähriger, durchschnittlicher Familienvater, mit Reihenhaus, Frau und zwei Kindern. Sein durchschnittliches Leben bricht plötzlich zusammen, als bei ihm ein bösartiger und inoperabler Gehirntumor diagnostiziert wird.

Er dokumentiert das Fortschreiten seiner Krankheit mit dem eigenen Smartphone. Während seine Familie zunehmend mit der Situation überfordert ist, verliert Frank immer öfter die Orientierung und unterliegt, gezeichnet durch die Krankheit und Einnahme
von Schmerzmitteln, einer starken Persönlichkeitsveränderung.

Andreas Dresens Film dokumentiert mit einfühlsamer Nähe und beeindruckendem Realismus Krankheit und Sterben seines Protagonisten. Was dieser Prozess nicht nur für den Patienten selbst, sondern auch für dessen Familie bedeutet, wird vor allem durch die großartigen Hauptdarsteller greifbar. Durch Laiendarsteller erhält der Film zudem eine Authentizität, die so im Kino nur selten zu erleben ist. „Halt auf freier Strecke“ zeigt die banalen und grausamen Momente des Sterbens ebenso wie Momente von Wärme, Würde und Barmherzigkeit, um die die Familie zunehmend kämpfen muss.

Alle Veranstaltungen finden im Luchs.Kino am Zoo statt.
Der Eintritt beträgt 7 € bzw. 5,50 € ermäßigt.

Weitere Informationen im Wissenschaftskalender hier auf dem Blog oder unter:
https://blogs.urz.uni-halle.de/mrecinema
https://www.facebook.com/luchskino

„Emergency in Cinema“-Reihe startet wieder

Ab der kommenden Woche, genauer ab dem 25. April 2018, heißt es wieder „Emergency in Cinema“. Was das ist? Das ist eine Filmreihe, die Medizin, Ethik und Recht im Film aufgreift, das heißt, Filme zeigt, die diese Themen zum Inhalt haben – gepaart mit Diskussionsrunden im Anschluss, die von verschiedenen Fachleuten moderiert werden. Veranstaltet wird die Filmreihe, die einmal im Monat im Luchs-Kino am Zoo in Halle stattfindet, vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Medizinischen Fakultät der Uni Halle zusammen mit dem Verein meris und dem Interdisziplinären Zentrum Medizin-Ethik-Recht der Uni Halle. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 5,50 Euro.

Die Veranstaltungen im Überblick:

Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter: blogs.urz.uni-halle.de/mrecinema und www.facebook.com/luchskino

„Genome Editing“ ist Thema der Jahrestagung der Leopoldina

Die Jahrestagung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die in Halle ansässig ist, hat diesmal „Genome Editing“ als Thema. Im Ankündigungstext auf der Internetseite der Leopoldina heißt es:

Neue molekularbiologische Methoden, die gezielte Eingriffe in das Erbgut erlauben, sorgen derzeit für einen raschen Wandel der Forschung in Lebenswissenschaften und Medizin. Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen tauschen sich am 22. und 23. September bei der Leopoldina-Jahresversammlung in Halle (Saale) über Chancen und Risiken der Genomchirurgie aus. Ethische, rechtliche und technische Fragen stehen dabei im Vordergrund.

Mit den auch als Genome Editing bekannten Techniken sind vergleichsweise schnelle, präzise und kostengünstige Veränderungen im Erbgut von Pflanzen, Tieren und Menschen möglich. Auf der Jahresversammlung mit dem Titel „Veränderbarkeit des Genoms – Herausforderungen für die Zukunft“ werden Biologen, Mediziner, Juristen und weitere Wissenschaftler über die Grundlagen programmierbarer „Genscheren”, Genome Editing in der klinischen Forschung, Perspektiven der Anwendung sowie gesellschaftliche und rechtliche Perspektiven der neuen Methoden diskutieren.

Unter den Referenten sind die Mikrobiologin Prof. Emmanuelle Charpentier, die mit ihren Erkenntnissen die Grundlage für neue Techniken der Genomchirurgie geschaffen hat, und der Jurist und Medizinethiker Prof. Jochen Taupitz. Weiterhin sprechen die Medizinerin Prof. Bettina Schöne-Seifert, der Genetiker Prof. Robin Lovell-Badge und der Molekularbiologe Prof. Rudolf Jaenisch über die medizinischen und ethischen Aspekte der Genomchirurgie.

Hinweis: Die Anmeldung zur Jahrestagung ist leider nicht mehr möglich, aber es wird einen Live-Stream geben. Weitere Informationen dazu unter: https://www.leopoldina.org/de/veranstaltungen/veranstaltung/event/2449/

Proteinzentrum Halle: Ministerin Wanka übergibt Forschungsbau

Sie hatten sichtlich Spaß bei der Schlüsselübergabe (von links): Rektor Udo Sträter, Milton Stubbs, Bundesministerin Johanna Wanka und Finanzminister André Schröder
Foto: Uni Halle/Maike Glöckner

Die schwarze Fassade ist frisch geputzt und glänzt im Sonnenschein. Bauzäune sind einem neuen Parkplatz gewichen und vor dem Gebäude sind Bänke und Tische aufgebaut. Schließlich gab es an diesem 28. August etwas zu feiern: Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka hat das fertiggestellte Proteinforschungszentrum „Charles Tanford“ an die Uni Halle übergeben.

Bei bestem Sommerwetter empfing der Rektor der Uni Halle Prof. Dr. Udo Sträter die Bundesbildungsministerin vor dem Neubau am Weinberg-Campus. Zahlreiche Gäste waren zu der feierlichen Übergabe gekommen, etwa Abgeordnete des Deutschen Bundestags, des Landtags, Vertreter aus den Ministerien und der außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Halle – und natürlich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die künftig im Proteinzentrum arbeiten werden. Im ansonsten noch recht kahlen Eingangsbereich informierten sie auf Postern über ihre Forschungsarbeit.

In seiner kurzen Begrüßung dankte Rektor Sträter allen, die den Bau ermöglicht und unterstützt hatten. Seine Anerkennung galt vor allem dem ehemaligen Rektor Prof. Dr. Wulf Diepenbrock, dem ehemaligen Kanzler Dr. Martin Hecht und von Seiten der Wissenschaftler Prof. Dr. Elmar Wahle vom Institut für Biochemie und Biotechnologie. Denn ihrer Initiative ist der Neubau erwachsen. „Die Übergabe steht ganz im Zeichen des 200-jährigen Jubiläums der Vereinigung der Universitäten Halle und Wittenberg. Denn bisher hat die Universität zu jedem großen Jubiläum einen Neubau fertig gestellt“, sagte Sträter. So wurden 1904 zum 200-jährigen Jubiläum der Universität Halle das Melanchthonianum und 2002 zum 500-jährigen Bestehen der Universität Wittenberg das Auditorium Maximum errichtet.

Nach dem Rektor übernahm Bundesministerin Johanna Wanka das Wort und hob die Leistungen der halleschen Universität hervor: „Um von Bund und Ländern für einen Forschungsneubau gefördert zu werden, muss dort Spitzenleistung erbracht werden. Es spricht also für die Leistungsfähigkeit Halles, dass sich der Bau in der Bewerbung durchsetzen konnte.“ Halle habe sich in den letzten Jahren zu einem international sichtbaren Standort für Proteinforschung entwickelt, so die Ministerin. Aus ihrer Sicht sei der Standort am Weinberg-Campus ein großer Vorteil für das Zentrum. Zum einen befinde sich das Zentrum in unmittelbarer Nähe zu den naturwissenschaftlichen Instituten und zum anderen sei im Gebäude aufgrund der kurzen Wege die Vernetzung nun noch einfacher. Weiterlesen

Auf Du und Du mit „Thea“

Sie ist ja schon sehr niedlich, die kleine Roboterdame der Stabsstelle Pflegeforschung der Universitätsmedizin Halle (Saale). Davon konnte sich auch Cornelia Lüddemann, Fraktionsvorsitzende der Partei Bündnis90/Die Grünen im sachsen-anhaltischen Landtag, überzeugen. Auf die Frage „How are you?“ von Lüddemann antwortete „Thea“ mit „I’m supergood“. Auch ein höfliches Handschütteln kann der Roboter (Foto rechts) und das Über-den-Kopf-Streichen mag das weiße, sich selbst als „1,20 Meter großer, humanoider Roboter“ beschreibende Gerät ebenfalls sehr gern.

 

Thea ist eigentlich ein Roboter des Typs „Pepper“, wurde aber von den Beteiligten der „Autonomie im Alter“-Projekte umgetauft in Anlehnung an das Dorothea Erxleben Lernzentrum, wo sie zuhause ist. Lüddemann hatte in der Presse von den Projekten der halleschen Universitätsmedizin gelesen und daher den Kontakt gesucht, um mehr zu erfahren.

Im Projekt FORMAT steht unter anderem die robotergestützte Assistenz im Forschungsfokus. Wie FORMAT werden noch vier weitere „AiA“-Projekte vom Land und der EU gefördert – insgesamt mit 2,3 Millionen Euro. Sinn ist, forschungsbasierte Lösungen zu finden und in die Praxis zu überführen, die den Herausforderungen der älter werdenden Gesellschaft begegnen. Weiterlesen