Theoretisch spitze. Praktisch auch! Bis 15. Juli für „Evidenzbasierte Pflege“ bewerben

Der Countdown läuft! Wen es nach dem Abitur in einen Beruf im Gesundheitswesen zieht und der aber zudem auch studieren möchte, für den ist das Studium „Evidenzbasierte Pflege“ an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg genau das richtige. Bis zum 15. Juli kann man sich dafür noch bewerben, Studienbeginn ist dann im Oktober.

Der Studiengang bietet einen Bachelorabschluss in Pflegewissenschaft, einen Berufsabschluss als Gesundheits- und Krankenpfleger/in und die gesetzlich verankerte Genehmigung, später heilkundliche Tätigkeiten zu übernehmen. Was es damit auf sich hat und wo es weitere Informationen gibt, ist im neuen Film zum Studiengang zu erfahren:

Lange Nacht der Wissenschaften an der Unimedizin: 80 Blutspenden, 20 Stammzellspende-Registrierungen und 582 Euro für den Förderverein

Im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften am 6. Juli 2018 ist an der Universitätsmedizin Halle (Saale) auch an andere gedacht worden. So haben allein zwischen 18 und 21.30 Uhr 80 Besucherinnen und Besucher Blut gespendet. „Darüber freuen wir uns sehr, denn diese Spenden werden gebraucht. Nach Beginn der Sommerferien fängt bei uns das „Sommerloch“ an und geht erfahrungsgemäß die Spendebereitschaft zurück“, sagt Dr. Manfred Kiese vom Zentrum für Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Halle (Saale).

20 der Blutspender/innen haben sich zudem als potenzielle Knochenmark-Stammzellspender/innen registrieren lassen und können somit vielleicht irgendwann Menschen helfen, die an Erkrankungen des blutbildenden Systems wie beispielsweise Leukämien leiden.

Doch auch der Förderverein des halleschen Universitätsklinikums kann sich über finanzielle Unterstützung freuen. Organisiert von der stellvertretenden Leiterin der Stabsstelle für Angewandte Pflegeforschung, Susanne Gerhardt, hat ein Bücherbasar 582 Euro erbracht. „Wir haben etwa 200 Bücher verkauft“, sagt sie. Zum Verkauf standen Bücher aus der ehemaligen Patientenbibliothek des Universitätsklinikums aus mehreren Jahrzehnten und zahlreichen Genres, darunter auch die ein oder andere Rarität. Der Förderverein engagiert sich sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für einzelne Kliniken, Projekte und die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren am Freitag bei der Langen Nacht der Wissenschaften an der Universitätsmedizin Halle (Saale) zu Gast. Das Angebot von Führungen wurde rege angenommen, ebenso wie die verschiedensten Mitmachaktionen, wie beispielsweise Riech- oder Gleichgewichtstests, Wunden nähen oder OP-Techniken ausprobieren.

Auch wie Roboter die Krankenversorgung unterstützen und Teil der Forschung sind, konnte man erfahren. Ein weiterer Magnet war wie immer der Rettungshubschrauber, in dem man auch selbst auf dem Pilotensitz Platz nehmen durfte.

Nächster „eMERgency in cinema“-Filmabend

Der nächste Film der Veranstaltungsreihe „eMERgency in cinema – Medizin, Ethik & Recht im Film“ steht in den Startlöchern. Am Mittwoch, dem 20. Juni 2018, wird Andreas Dresens Film „Halt auf halber Strecke“ gezeigt.

Diesmal wird der Film durch eine Einführung und Diskussion mit Prof. Dr. Jan Schildmann (Direktor) und Dr. Florian Bruns, beide vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg begleitet. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Klinische Ethik, Ethik der Forschung mit  Menschen, Norm und Empirie in der Medizinethik (Schildmann) bzw. ethische Fragen am Lebensende (Bruns).

Zum Film: Frank Lange ist ein 44jähriger, durchschnittlicher Familienvater, mit Reihenhaus, Frau und zwei Kindern. Sein durchschnittliches Leben bricht plötzlich zusammen, als bei ihm ein bösartiger und inoperabler Gehirntumor diagnostiziert wird.

Er dokumentiert das Fortschreiten seiner Krankheit mit dem eigenen Smartphone. Während seine Familie zunehmend mit der Situation überfordert ist, verliert Frank immer öfter die Orientierung und unterliegt, gezeichnet durch die Krankheit und Einnahme
von Schmerzmitteln, einer starken Persönlichkeitsveränderung.

Andreas Dresens Film dokumentiert mit einfühlsamer Nähe und beeindruckendem Realismus Krankheit und Sterben seines Protagonisten. Was dieser Prozess nicht nur für den Patienten selbst, sondern auch für dessen Familie bedeutet, wird vor allem durch die großartigen Hauptdarsteller greifbar. Durch Laiendarsteller erhält der Film zudem eine Authentizität, die so im Kino nur selten zu erleben ist. „Halt auf freier Strecke“ zeigt die banalen und grausamen Momente des Sterbens ebenso wie Momente von Wärme, Würde und Barmherzigkeit, um die die Familie zunehmend kämpfen muss.

Alle Veranstaltungen finden im Luchs.Kino am Zoo statt.
Der Eintritt beträgt 7 € bzw. 5,50 € ermäßigt.

Weitere Informationen im Wissenschaftskalender hier auf dem Blog oder unter:
https://blogs.urz.uni-halle.de/mrecinema
https://www.facebook.com/luchskino

Programm der Langen Nacht der Wissenschaft in Halle ist online

Die Lange Nacht der Wissenschaften in Halle präsentiert sich in ihrer 17. Auflage mit einer Website in neuer Optik und weiterhin mit ihrem Markenzeichen: der Eule. Ab heute, 7. Juni 2018, sind das Programm sowie weitere nützliche Informationen unter der Adresse www.lndwhalle.de abzurufen. Sachsen-Anhalts größte Wissenschaftsveranstaltung findet in diesem Jahr am Freitag, 6. Juli, statt; rund 90 universitäre und außeruniversitäre Einrichtungen laden zu über 300 Veranstaltungen ein.

Die 17. Lange Nacht der Wissenschaften organisiert die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zusammen mit zahlreichen Forschungseinrichtungen und der Stadt Halle. In der Zeit von 17 Uhr abends bis 1 Uhr morgens präsentieren am 6. Juli Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende eine ganze Nacht lang ihre Arbeitsgebiete mit Experimenten, Science Slams, Führungen, Vorlesungen und Diskussionsrunden. Zusätzlich gibt es auf dem Universitätsplatz ein umfangreiches Bühnenprogramm und am Von-Seckendorff-Platz ein Feuerwerk mit Musik.

Die Universitätsmedizin Halle (Saale) wird sich wie jedes Jahr von 18 bis 21.30 Uhr am Universitätsklinikum Halle (Saale) in der Ernst-Grube-Straße 40 präsentieren.

Die Online-Version des Programms bietet Nutzerinnen und Nutzern neben allen – fortlaufend aktualisierten – Informationen auch die Möglichkeit, sich das eigene Programm auf einem Merkzettel zusammenzustellen und sich diesen zum Ausdrucken oder zum Anzeigen auf dem Smartphone zuschicken zu lassen.

Das gedruckte Programmheft zur Langen Nacht der Wissenschaften ist voraussichtlich ab 11. Juni 2018 erhältlich. Das Heft liegt dann kostenlos in der Tourist-Information im halleschen Marktschlösschen, Marktplatz 13, und an vielen weiteren Stellen in Halle und der Region aus.

Das Programm online unter: www.lndwhalle.de

(Text: Pressemitteilung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 7. Juni 2018)

Prof. Dr. Gabriele Meyer ist neue Präsidentin der Europäischen Akademie für Pflegewissenschaft (EANS)

Die Direktorin des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Professorin Dr. phil. Gabriele Meyer, ist zur Präsidentin der European Academy of Nursing Science (EANS, Europäisches Netzwerk für Pflegewissenschaft) gewählt worden.

Für vier Jahre steht sie der Vereinigung nun vor, der sie bereits seit 2007 als Fellow angehört und bei der sie zuletzt Vizepräsidentin gewesen ist. „Ich möchte das bisher Angefangene gut weiterführen und dafür sorgen, dass die Sichtbarkeit unseres innovativen Netzwerks, aber auch die Halles als Standort der Pflegewissenschaft in Europa zunimmt“, so Meyer. Außerdem wolle sie erreichen, dass wieder Fördermittel eingeworben werden, um damit die EANS Summer School und andere wissenschaftliche EANS-Aktivitäten verlässlicher finanzieren zu können. Bisher sei man beispielsweise über das Marie-Curie-Programm sowie die Europäische Wissenschaftsstiftung (European Science Foundation) gefördert worden. Weiterlesen

Neue Gesichter in der Universitätsmedizin Halle (Saale)

Im Bereich Geschichte und Ethik der Medizin hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan. Gleich mehrere neue Gesichter sind auf dem Medizin-Campus Steintor dazu gekommen. Neben dem neuen Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin, Prof. Dr. Jan Schildmann, sind auch Dr. Florian Bruns und Dr. Martina Struwe neu in Halle.

Während Florian Bruns am Institut vor allem den Bereich Geschichte abdeckt, ist Martina Struwe die neue Geschäftsführerin der Geschäftsstelle der Ethikkommission. Beide werden hier nun in kurzen Interviews näher vorgestellt. Weiterlesen

Studierende und Mitarbeiter der Universität Halle sind am 16. Mai zur Wahl aufgerufen

Senat, Fakultätsräte, Gleichstellungsvertretung und Studierendenvertretungen: Bei den Hochschulgremienwahlen am Mittwoch, dem 16. Mai 2018, sind alle Angehörigen und Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zur Wahl aufgerufen. Die Wahllokale sind von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Für die Universitätsmedizin Halle (Saale) sind folgende Wahllokale vorgesehen:

  • Beschäftigte mit Dienstsitz außerhalb Ernst-Grube-Str. und außerhalb Charles-Tanford-Proteinzentrum sowie Studierende der Medizin 1.-4. Semester; Studierende Gesundheits- und Pflegewissenschaften und Zahnmedizin alle Semester:
    Medizin-Campus Steintor, Magdeburger Straße 8 (Dekanatsgebäude), Seminarraum MS8-SR1
  • Beschäftigte mit Dienstsitz Ernst-Grube-Str. und Charles-Tanford-Proteinzentrum sowie Studierende der Medizin ab dem 5. Semester:
    Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, FG5/6 (Lehrgebäude), Seminarraum 10

Die Wahlvorschläge für die jeweiligen Gremien sind hier zu finden: Hochschulwahlen

Juniorprofessor Tony Gutschner als Experte bei Leopoldina-Diskussionsveranstaltung zur Genomchirurgie eingeladen

Genschere und Genomchirurgie – das was im ersten Moment eher bedrohlich klingt, bietet das Potenzial, schwere, bisher unheilbare Krankheiten zu kurieren. Weltweit forschen Wissenschaftler im Zusammenhang mit diesem Thema, das auch unter Begriffen wie CRISPR/Cas9 in der Öffentlichkeit bekannt ist.

An der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle soll die Diskussionsveranstaltung zur Genomchirurgie „Das Immunsystem gegen Krebs mobilisieren?“ dabei helfen, die unterschiedlichen Perspektiven und Dimensionen kennenzulernen. Am 18. April, von 18 bis 21 Uhr, sind deshalb Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Als einer der Experten ist Junior-Professor Dr. Tony Gutschner von der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eingeladen. „Die Veranstaltung ist eine gute Gelegenheit, um den Menschen die Angst vor CRISPR zu nehmen, die Möglichkeiten dieser Methode zu zeigen und mit ihnen darüber zu diskutieren“, sagt Gutschner. Er forscht mit und zu dieser Methode in seiner Nachwuchsgruppe der Medizinischen Fakultät, die in den Räumen Charles-Tanford-Proteinzentrums der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg angesiedelt ist.

In der Veranstaltung, die von Wissenschaft im Dialog im Rahmen des Projekts „Genomchirurgie im Diskurs“ von Leopoldina und WiD angeboten wird, lernen die Teilnehmenden zudem ein konkretes Szenario kennen. In Gruppen erarbeiteten sie in einer der möglichen Rollen, z. B. als Ärztin oder Arzt, als Patientin oder Patient, als Forschende oder Angehörige Argumente für die jeweilige Rolle. Dabei werden sie von Moderatoren und den Experten unterstützt. Ziel ist, unterschiedliche Blickwinkel zur Fragestellung „Gentherapie bei Krebs“ kennenzulernen.

Die Anmeldung zur Veranstaltung ist ab sofort und noch bis zum 16. April möglich. Die Teilnehmerzahl ist aufgrund des Veranstaltungsformats begrenzt.

Weitere Informationen unter: http://genomchirurgie.de/veranstaltung/das-immunsystem-gegen-krebs-mobilisieren/, www.leopoldina.org/veranstaltungen/veranstaltung/event/2583 sowie hier im Wissenschaftskalender.

Ausgezeichnete Masterarbeit zu einem klinisch relevanten Thema in der Hörforschung

Wenn Laura Fröhlich über das Thema ihrer Masterarbeit spricht, gerät sie ins Schwärmen. Diese hat die Medizinphysikerin am Institut für Physik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg angefertigt, aber an der Universitäts- und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie des Universitätsklinikums Halle (Saale)

Laura Fröhlich hat für ihre Masterarbeit den Anton-Wilhelm-Amo-Preis der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erhalten.

durchgeführt. Thema: „Virbotactile Thresholds and Bone Conduction Hearing Thresholds: A Comparison of Transducters” – das heißt, sie hat drei verschiedene Untersuchungsgeräte, sogenannte Knochenleitungswandler miteinander verglichen, die in Halle und international als die gängigsten in der Audiometrie, also Gehörvermessung, eingesetzt werden, um herauszufinden, wie das Hörvermögen des Innenohrs ist. „Diesen Vergleich hat bisher niemand gemacht“, sagt Fröhlich.

Für ihre Masterarbeit, aus der sie Teile bereits national und international publiziert und auf Fachvorträgen vorgestellt hat, sowie für ihr gesellschaftliches Engagement in der Betreuung ausländischer Gaststudierender und Gastwissenschaftler hat sie deshalb jüngst den mit 1.000 Euro dotierten Anton-Wilhelm-Amo-Preis der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erhalten, der einmal im Jahr verliehen wird. Und auch den Nachwuchsforschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Audiologie und einen Vortragspreis der Spanisch-Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde hat sie bereits gewonnen sowie im Fachjournal Ear and Hearing (DOI:10.1097/AUD.0000000000000456) und demnächst auch bei PlosOne publiziert. Weiterlesen

Äthiopischer Arzt bildet sich am halleschen Universitätsklinikum in gynäkologischer Onkologie weiter

Wenn Dr. Dawit Worku, den alle nur Dr. Dawit nennen, nach Äthiopien zurückkehrt, wird er eines nicht vermissen: das kalte Wetter in Deutschland. Die Kolleginnen und Kollegen der Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie am Universitätsklinikum Halle (Saale) hingegen schon. Mit ihnen hat der 32-jährige Arzt in den vergangenen zwei Wochen zusammengearbeitet und sich im Bereich der gynäkologischen Onkologie neues Wissen angeeignet.

Prof. Dr. Christoph Thomssen (l.) und Dr. Dawit Worku

In Äthiopien sind Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs die häufigsten Krebserkrankungen, die in den meisten Fällen wegen zu spät erfolgender Diagnose und Therapie tödlich enden. Äthiopische Frauen würden, oft aus Unwissenheit, viel zu spät einen Arzt aufsuchen, so dass die Erkrankungen schon weit fortgeschritten seien.

Seit Jahren engagiert sich daher die hallesche Universitätsmedizin, vor allem in Person von Dr. Eva Kantelhardt und Prof. Dr. Christoph Thomssen – und über die Jahre finanziell gefördert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) oder dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) -, in dem afrikanischen Land. „Eines unserer Ziele ist es, dass wir in Äthiopien etwas Vergleichbares wie eine Prüfung zur Subspezialisierung Gynäko-Onkologie etablieren. Das wäre ein wichtiger weiterer Schritt in der medizinischen Entwicklung des Landes, bei dem bereits innerhalb von zehn Jahren die Anzahl der Medizinischen Fakultäten von drei auf 20 gewachsen ist“, sagt Thomssen, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie des Universitätsklinikums Halle (Saale). Weiterlesen